USA als Exportland für Familienunternehmen immer wichtiger

30. Oktober 2015

Wie stehen die deutschen Familienunternehmen zur Internationalisierung?

Die Frühjahrsbefragung "Die größten Familienunternehmen in Deutschland" hat 400 der größten Familienunternehmen in Deutschland zur Internationalisierung und zum Risikomanagement befragt. Vor allem der Wegfall von Zöllen und anderen Handelskomplikationen, der durch das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP entstehen soll, wird von der Mehrheit der Familienunternehmen als sehr positiv wahrgenommen. Insgesamt 90 Prozent von Ihnen betreiben Handel im Ausland und die Hälfte davon mit den USA. Zurzeit ist noch Frankreich Exportland Nummer eins, USA und China folgen. Im Rahmen des TTIP soll die USA in den nächsten drei Jahren zum wichtigsten Exportland für die großen Familienunternehmen werden. 66 Prozent von Ihnen erhoffen sich durch die Vereinheitlichungen bei Test-, Zertifizierungs- und Zulassungsverfahren eine enorme Umsatzsteigerung.

 

Oft sind in Familienunternehmen mehrere Generationen an Entscheidungsprozessen beteiligt© Minerva Studios, fotolia.com

 

Familienkontrollierte und familiengeführte Unternehmen

Familienunternehmen im engeren Sinn werden „familiengeführte“ Unternehmen genannt, wenn mindestens 50 % der Anteile von maximal zwei Familien gehalten werden und mindestens ein Familienmitglied in der Geschäftsleitung tätig ist. Fasst man den Begriff des Familienunternehmens etwas weiter und inkludiert auch Unternehmen, die mindestens zur Hälfte von maximal drei Familien gehalten werden, ohne dass diese in der Geschäftsführung vertreten sein müssen, ist von „familienkontrollierten“ Unternehmen die Rede. Ganze 92 % der deutschen Unternehmen können dann als Familienunternehmen bezeichnet werden. Sie beschäftigen 55 % der sozialversicherungspflichtigen Angestellten in der Bundesrepublik und erwirtschaften 48 % des Gesamtumsatzes aller deutschen Unternehmen.



 

Branchen und Umsatzstärke

Ungefähr 62 % der familienkontrollierten Unternehmen beschäftigen weniger als 50 Mitarbeiter, 5 % sogar weniger als zehn. Neben diesen kleinen Familienunternehmen werden 17,6 % der großen deutschen Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten ebenfalls von Familien kontrolliert. Die kleinen Familienunternehmen sind oftmals in den Bereichen Handel (24,9 % aller familienkontrollierten Unternehmen), unternehmensnahe Dienstleistungen (21,8 %), konsumbezogene Dienstleistungen (16,7 %) und Baugewerbe (14,7 %) tätig. Sie operieren also in stark differenzierten Sektoren, wo sie sich durch klare Spezialisierung oder die Ausrichtung auf lokal beschränkte Märkte behaupten können.

 

Anders sieht es bei den 500 umsatzstärksten Familienunternehmen in Deutschland aus. Ganze 310 von ihnen sind im verarbeitenden Gewerbe tätig. Dazu gehört beispielsweise Volkswagen, kontrolliert von den Familien Piëch und Porsche. Ein weiteres bekanntes Unternehmen aus der Automobilbranche ist Sixt, bei dem auch Tochterfirmen wie die Neuwagensparte weiterhin familiengeführt werden. Weitere 117 der 500 größten Familienunternehmen sind im Handel tätig, so zum Beispiel der Versandriese Otto. Das Verlagshaus Bertelsmann wiederum erwirtschaftet im Bereich der „sonstigen Dienstleistungen“ sehr hohe Umsätze, teilt diese Eigenschaft allerdings nur mit sechs anderen Familienunternehmen.

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