Tchibo Kaffeereport 2014: Nachhaltigkeit gewinnt an Bedeutung

1. Juli 2014

Nachhaltig gehandelter Kaffee gewinnt an Bedeutung

Nachhaltigkeit liegt voll im Trend: Immer mehr Deutsche sorgen sich um die Umwelt und richten ihr Konsumverhalten danach aus. Auch beim Kaffeeanbau gewinnt das Thema an Bedeutung; rund 56 Prozent alle Kaffee-Konsumenten bevorzugen fair gehandelten Kaffee. Der gestiegenen Nachfrage entsprechend steigt auch das Angebot auf dem Weltmarkt. 

 

fair gehandelter Kaffee auf www.business-netz.com

Foto: © Schramms Kaffeerösterei

 

Nachhaltigkeit aus verschiedenen Sichtweisen

Das Thema "Nachhaltigkeit" kann dabei durchaus aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden. Eine Sensibilisierung wurde in den letzten Jahren aber vor allem in Hinblick auf den Klimawandel erreicht; hier spielt der Anbau des Kaffees eine zentrale Rolle. In Südamerika, wo sich die meisten Anbaugebiete für die begehrten Kaffeebohnen befinden, konkurrieren die Plantagen mit den natürlichen Regenwäldern. Weil die Böden fruchtbar sind und die globale Nachfrage nach Kaffee steigt, ist eine Abholzung oder gar Brandrodung dieser Flächen leider immer noch an der Tagesordnung. Besonders heikel ist auch die Tatsache, dass der Kaffee vielerorts sogar den Anbau von Nahrungsmitteln verdrängt, da die Erträge dafür höher sind. Dadurch steigen die Nahrungsmittelpreise an, was eine Verschärfung der Versorgungssituation der Bevölkerung zur Folge hat. Weiterhin stellen sich bedeutende Fragen zum Thema Nachhaltigkeit beim Kaffee natürlich auch in der Art der Bewässerung oder gar in der Erzeugung des zum Anbau benötigten Stroms. Zudem bleibt die Entlohnung der Erntehelfer ein Thema, denn diese profitieren bisweilen recht wenig vom hohen Kaffeepreis.

 

Kaffee-Konsumenten lassen sich in "Nachhaltigkeits-Typen" einteilen

In Bezug auf Kaffee lässt sich der heute oft inflationär gebrauchte Begriff also mit ökologischem Anbau, fairem Handel und angemessener Bezahlung definieren - und genau das erwarten immer mehr Verbraucher von der aromatischen Bohne. Wie der Kaffeereport 2014, eine kürzlich von Tchibo durchgeführte, repräsentative Studie zeigt, bevorzugen 56 Prozent aller Deutschen nachhaltig angebauten Kaffee. Dabei wurde eine Unterteilung in vier "Nachhaltigkeits-Typen" vorgenommen:

  • Die "Konsequenten", (32,2 %) die ausschließlich nachhaltige Ware kaufen, bei deren Genuss sie ein gutes Gewissen haben dürfen.
  • Die "Sensibilisierten" (23,9 % der Befragten) kaufen bevorzugt fair gehandelten Kaffee, wenn er im Handel angeboten wird. Ist das nicht der Fall, nehmen sie aber keinen zu großen Aufwand in Kauf, um ein solches Produkt zu erhalten. Die Größe dieser Gruppe zeigt, dass es im Handel durchaus noch einen gewissen Nachholbedarf gibt, welcher schon mit einer besseren Verfügbarkeit befriedigt werden könnte.
  • Die "Passiven" (23,7 %) rücken bei der Nachhaltigkeitsfrage eher die soziale Problematik gegenüber den Umweltaspekten in den Vordergrund. Sie haben für dieses Thema durchaus ein Bewusstsein, welches sich aber kaum im Konsumverhalten niederschlägt.
  • Die "Skeptiker" (20,1 %) setzen nachhaltigen Anbau mit ökologischem Anbau gleich und konsumieren bevorzugt konventionell angebauten Kaffee. 

 

Tchibo Kaffeereport 2014 auf www.business-netz.com

Foto: © Tchibo Coffee Service

 

Zielgruppe: Akademisch und gesundheitsbewusst

Auffällig ist dabei, dass sich unter der Zielgruppe für nachhaltig angebauten Kaffee besonders viele Akademiker finden. Grundsätzlich lässt sich über Menschen mit Affinität zu nachhaltig angebautem Kaffee sagen, dass sie in höherem Maße gesundheits- und sogar modebewusst leben. Insgesamt stellt die Studie fest, dass insbesondere Menschen mit ausgeprägter Wahrnehmung der Umwelt und kritischer Hinterfragung des eigenen Konsumverhaltens zum nachhaltigen Kaffee tendieren. Diese Ergebnisse der Studie zeigen, dass Entscheidungsträger großer Firmen und gastronomischer Betriebe auf lange Sicht zum Umdenken gezwungen sind. Im Bereich der Kaffeeversorgung sollte ein Partner gewählt werden, der sich für nachhaltigen Kaffeeanbau engagiert. Nur Unternehmen, die in Zukunft ökologische und soziale Aspekte in ihre Entscheidung einfließen lassen, können dauerhaft die Nachfrage von Personal und Kunden zu befriedigen.

 

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