Marketing und Umweltschutz: Begriffe wie "nachhaltig" und "umweltfreundlich"reichen nicht aus

17. April 2012

Nicht bloß eine Marketingstrategie: Umweltschutz muss vom Unternehmen gelebt werden

Die Studie „Reader’s Digest European Trusted Brands“ ist bereits ein Klassiker. Seit 12 Jahren befragt dafür Reader’s Digest in 15 europäischen Ländern die Verbraucher, um die vertrauenswürdigsten Institutionen, Berufe und Marken zu ermitteln. Dafür befragte die meistgelesene Zeitschrift der Welt ihre Leser vom September bis Oktober 2011: 27.467 Befragte in Europa, davon 7.474 in Deutschland.

Die Marken, die von den deutschen Lesern als vertrauenswürdig eingestuft wurden, sind: AIDA, Aldi, Allianz, Aral, Asbach, Aspirin, Canon, Centrum, Coca-Cola, C&A, Dell, Deutsche Telekom, Dr. Oetker, Frosch, Haribo, Kellogg's, Miele, Müller, Nivea, Nokia, Odol, Persil, Rieker, Rotkäppchen Sekt, Schwarzkopf, Sparkasse, Tchibo, TUI, Visa, Vodafone, Volkswagen, Wick, Yves Rocher.

Doch neben diesem Ergebnis des Vertrauensbeweises für einzelne Marken brachte die Studie noch etwas wesentliches ans Licht: Marketing-Bezeichnungen wie „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig“, die die Packung des Produktes zieren, überzeugen nur dann den Kunden, wenn das Unternehmen Nachhaltigkeit als Strategie im gesamten Unternehmen lebt.

 

Der Kunde und Verbraucher fordert ein Mehr an Umweltschutz von Unternehmen

Drei Zahlen der Reader’s Digest Studie sprechen für sich:

  • 92 Prozent der Verbraucher in Europa fordern, dass sich Unternehmen mehr für den Umweltschutz einsetzen.Umweltschutz muss vom Unternehmen gelebt werden
  • Gleichzeitig gehen jedoch 70 Prozent der Verbraucher davon aus, das der Schutz der Umwelt den meisten großen Unternehmen egal ist.
  • 52 Prozent der Verbraucher glauben der Werbung – und somit dem Marketing – nicht, in der das Unternehmen die ökologischen Vorteile des Produktes und des Angebotes hervorheben.

Wer also innerhalb seines Marketings mit Begriffen wie „umweltfreundlich“ und „nachhaltig“ punkten will, muss mehr tun, als nur sein Produkt damit zu kennzeichnen. Oder sich durch Ökotest eine Note „gut“ verpassen zu lassen. Es gilt ein Image zu schaffen und zu leben, dass Nachhaltigkeit als Unternehmensziel verankert. Und diese Nachhaltigkeit dem Kunden und Verbraucher transparent macht:

  • durch jährliche Unternehmens-Umweltberichte.
  • durch Newsletter, in denen der eigene Umweltschutz und die unternehmerische Nachhaltigkeit dargestellt wird.
  • durch eigene Kontrollen der Supply Chain. 






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