Interim Manager: Der Chef auf Zeit - Ein wachsender Trend

16. November 2015

Der Interim Manager - Chef auf Zeit

Längst sind Interim Manager in deutschen Chefetagen keine "Exoten" mehr, die als Auswechselspieler in Krankheitsfällen oder als Lückenbüßer für offene oder neu zu besetzende Stellen fungieren. Die Führungsperson und der Projektleiter auf Zeit haben sich als probates und flexibles unternehmerisches Instrument etabliert, dessen Zielsetzung regelmäßig weitaus differenzierter formuliert ist, als die reine Besetzung von Vakanzen. Die Nachfrage nach den temporären Machern wächst, klassische Headhunter werden mehr und mehr von spezialisierten Vermittlungsagenturen oder qualifizierten Netzwerken ersetzt.

 

Interim Manager - Der Chef auf Zeit© .shock - Fotolia

 

Konventionelle Unternehmensberatung konsequent weiter gedacht

Mit der althergebrachten, externen "Unternehmensberatung" hat der moderne Interim Manager nicht mehr viel zu tun. Er agiert projekt- und aufgabenbezogen im Unternehmen, an denen Schnittstellen, die mit firmeneignen Ressourcen oder Kompetenzen nicht oder nicht mehr zu bedienen sind. In der Mehrzahl der Fälle geht dies mit angewandtem Krisenmanagement einher. Die Aufgabenstellung des Chefs auf Zeit bedeutet in aller Regel das Beseitigen von "Schieflagen" ganzer Unternehmen oder Unternehmensstrukturen und das abschlussorientierte Re-Mobilisieren festgefahrener Projekte. Meist haben diese ihre Budgetgrenzen bereits erreicht oder gesprengt.

 

Die Anforderungen an die fachlichen und strategischen Qualifikationen des Interim Managers sind hoch:

  • umfassende branchen- und projekttypische Erfahrung und Referenzen sind Grundvoraussetzung 
  • minimale Einarbeitungszeiten verlangen eine hohe analytische Kompetenz
  • Führungs- und kommunikativen Qualitäten müssen herausragend ausgeprägt sein.


Während Unternehmensberatung theoretische Konzepte entwickelt, ist der Interim Manager vom ersten Tag an strategischer Entscheider im Unternehmen. Zeitlich begrenzt auf Wochen, Monate und manchmal Jahre.



Das zeitlich befristete Management liegt im Trend

Die Interessenvertretung professioneller Dienstleister im Interim Management (AIMP) hat sich in die Entwicklung des Marktes im Rahmen einer gewichteten Langzeitstudie über 10 Jahre betrachtet. Im Ergebnis der Analyse ergibt sich ein signifikanter Anstieg des Bekanntheitsgrades der Dienstleistung und ein Branchenumsatz, der sich in der Zeit von 2007- 2014 auf über 2,2 Milliarden Euro verdoppelte. Vorbehalte der Kunden wie beispielsweise zu hohe Tagessätze oder die "Angst" vor externen Experten oder einem Know-How-Abfluss sind stark rückläufig oder spielen eine untergeordnete Rolle.

 

Planungssicherheit für den Kunden

Auch wenn es in vielen Fällen bereits "brennt" und der Einsatz des Interim Managers als "ultima Ratio" zur Rettung existenziell bedrohter Unternehmen und Projekte in Erwägung gezogen wird: Die Auswahl der passenden Führungskraft sollte gut geplant sein.

 

Eckpunkte für einen Erfolg der Maßnahme ist ein exaktes Matching des Anforderungsprofils mit den Qualifikationen des Managers auf Zeit. Da Interim Manager kein klassisches Berufsbild im Rahmen eines Studienganges ist, sollten Sie die Vita des in Frage kommenden Spezialisten genau durchleuchten. Im Idealfall qualifiziert sich dieser mit früheren Erfahrungen aus der Besetzung von Führungspositionen, die genau Ihrer Unternehmenssparte oder Ihrem zu unterstützenden Projekt entsprechen. Sehr hilfreich sind in diesem Zusammenhang renommierte Unternehmen, wie zum Beispiel diese hier, die sich auf die Vermittlung auf Experten im Bereich Interim Management spezialisiert haben. Die Vernetzung von Kompetenzen führt dort zu schnelleren und präzisen Treffern.

 

Der leitende Mitarbeiter auf Zeit wird auch in Zukunft eine bedeutende Rolle als intelligentes, unternehmensstrategisches Instrumentarium - nicht nur als Krisenmanagement - spielen. Die Maßnahme vereint moderne Unternehmensberatung mit zielgerichteter Einbindung des Dienstleisters in den Entscheidungs- und Führungsprozess. Die Bündelung und Maximierung der Kompetenzen aus Unternehmenssicht und der audit-ähnliche unvoreingenommene Blick des Interim Managers "von außen" runden die Win-win-Situation ab.

 

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