Hart am Wind: Im Rennen um die besten Fachkräfte…

6. März 2014

Regatta der Besten: Im Rennen um die Fachkräfte…

Sie sind Unternehmer und beschäftigen mehrere Mitarbeiter. Klar, dass da hin und wieder ein Wechsel ansteht - da wird jemand schwanger, geht in Rente, zieht um oder findet einen „besseren“ Job. Oder aber Sie sind unzufrieden und trennen sich. Und schon… brauchen Sie Ersatz.

 

Klar, dass Sie das Thema Fachkräftemangel mit einem Grummeln im Bauch verfolgen. Denn auch Sie hören die Nachrichten und merken: Da tut sich was am Arbeitsmarkt. Doch was genau ist jetzt für Sie wichtig?

 

Welchen „Kurs“ sollten Sie einschlagen, um bei der „Regatta der Besten“ die Segel hart am Wind zu haben?

 Im Rennen um die besten Fachkräfte…Bettina Schöbitz auf business-netz.com 

Zunächst einmal eine beruhigende Nachricht: Fachkräftemangel ist wie eine Monsterwelle - sie schiebt ihre Gischt quer durch die Wirtschaft und schreckt Menschen auf. Doch wirklich gesehen hat sie bislang kaum jemand. Ingenieure und IT-Branche haben sie schon mal sich in der Ferne auftürmen sehen, doch wirklich „gefährlich“ ist sie bislang nirgendwo. Fakt ist, dass es in wenigen „Engpassberufen“ zunehmend schwer wird, geeignete Mitarbeiter zu finden - von einem flächendeckenden Mangel kann jedoch keinesfalls die Rede sein. Und wenn das Handwerk über rund 120 angebliche Engpassberufe klagt, dann liegt der Grund oft ganz woanders: Es handelt sich um sehr wenig bekannte Berufsbilder wie Schiffbauer oder Segelmacher. Berufe, die bei ausbildungsbereiten Jugendlichen nahezu unbekannt sind - weswegen sich auch kaum jemand dafür ausbilden lässt. Die Gründe sind vielfältiger Natur.

 

Stellen wir uns vor: Sie möchten mit Ihrem Unternehmen an der „Regatta der Besten“ teilnehmen und gewinnen. Woran müssen Sie schon heute denken, wenn Sie im nächsten Jahr gegen Ihre Wettbewerber antreten? 



 

Das Schiff

Sie sind Kapitän. Doch auf was für einem Boot erwarten Sie diejenigen, die bei Ihnen anheuern sollen? Ist es ein zuverlässiges Plattboot, welches solide durchs Wasser gleitet und zuverlässig seinen Dienst tut? Dabei jedoch behäbig, an einigen Stellen deutlich verschlissen und auch „uncool“ ist? Welches lange braucht, um Fahrt aufzunehmen?

Oder stehen Sie am Steuer einer topmodernen Segelyacht in schnittigem Design? Mit ausgefeilter Technik und viel Elektronik an Bord.
Jeder dieser genannten Kapitäne spricht eine ganz andere Gruppe potentieller Seeleute an. Welche Menschen sollen bei Ihnen anheuern?

 

Der Hafen und das Meer

Sie liegen mit Ihrem Schiff im Hafen. Handelt es um einen romantischen, kleinen Fischerhafen mit viel Lebensqualität, einen dynamischen Hochseehafen oder vielleicht eher um einen quirligen Binnenhafen?

Die räumliche Lage Ihrer Yacht trägt viel dazu bei, welche Menschen sich für Ihre Yacht interessieren. Der Heimathafen ist optimal, wenn er nicht nur zu Ihrem Boot, sondern auch zu den Menschen passt, die mit Ihnen ins Rennen gehen.

Ihr Heimathafen scheint wenig anziehend? Machen Sie ihn attraktiv. Bieten Sie Dinge, andere Häfen vermissen lassen. Locken Sie mit echter Willkommenskultur statt Geld. Steuern Sie neue Meere an, die spannende Impulse und Chancen bieten. Denn künftige Seeleute wollen mehr als Routine.

 

Das Material

Ihr Schiff strahlt in der Sonne? Gut. Doch hält das Innere, was das Äußere verspricht? Sie wollen Menschen anziehen, die gemeinsam mit Ihnen zum Ziel starten - und die im Falle einer Flaute auch notfalls mal zum Ruder greifen. Was nützt Ihnen das beste GPS, wenn es ausfällt? Dann wäre es gut, auch einen alten Sextanten an Bord zu haben - und jemanden, der ihn bedienen kann. Kurzum: Yacht, Kapitän und Material müssen in allerlei Hinsicht zusammen passen - ansonsten gerät das Boot schnell ins Schlingern.

Sie brauchen das richtige Material, damit Menschen optimal damit arbeiten können. Es muss alles zueinander passen, damit die gesetzten Segel nicht unter der Windlast zerreißen oder die Crew beim nächsten Manöver von Bord schubsen.

 

Das Marketing

Sie haben ein wunderbares Schiff mit klangvollem Namen und wissen, dass es perfekt durch die See schneidet. Doch Ihr Liegeplatz ist ganz hinten im Hafen und….niemand kommt bis zu Ihnen. Tja, dann sind Sie gefragt: Machen Sie sich und Ihr Unternehmen überall „sichtbar“, wo potentielle, zupackende Mitsegler zu finden sein könnten. Dabei sind fast alle Mittel erlaubt: Klassische Werbung wie Plakate, Flyer, TV- oder Radiowerbung - aber eben auch modernes „Social Media Marketing“ via Website und in den sozialen Medien wie Facebook, Twitter & Co. Im Optimalfall begeistern Sie potentielle Interessenten für Ihre Crew sogar mit einem authentischen eigenen Blog. Und unterschätzen Sie „Educational Marketing“ nicht in seiner Wirkung. Ich kann Ihnen da ein paar sehr spannende Beispiele nennen, wo Handwerker und Solounternehmer richtig guten Wind machen…

Sie nehmen gerade beinah Reißaus, denn dieses Thema ist Ihnen suspekt? Sie sehen keinen Sinn darin, dafür Zeit und Geld zu investieren? Tja, das ist kurzfristig gedacht. Denn die Bewerber der Zukunft schreiben keine Bewerbungen mehr - sie lassen sich von engagierten Arbeitnehmern „finden“. Schon heute ist das in einigen Branchen Usus.

 

Wenn Sie jetzt den Anschluss verpassen, steuern Sie direkt auf Kurs „Havarie“. Schon die nächste Sandbank könnte Ihr Ende sein, wenn Sie den Umgang mit den modernen Medien nicht beherrschen.

 

Die Crew

Sie haben einen möglichen Seemann gefunden, der alles mitbringt, was nach Ihrem Geschmack ist. Klasse. Doch was ist mit dem Rest Ihrer Crew? Gerade auf einem Boot arbeiten Menschen eng zusammen - da ist es erfolgsfördernd, wenn diese einander auch „riechen“ können. Lassen Sie die mit entscheiden, die zu einem schlagkräftigen Team werden sollen. Auch „der Neue“ sollte sich schon von Beginn an im Team willkommen fühlen - und so zu Höchstleistungen befähigt werden. Und immer daran denken: Sie sind der Kopf der Crew und damit das Vorbild für den gelebten Umgang.

 

Der Kapitän

Es gibt Kapitäne alter Schule, die die Befehlsgewalt bei sich sehen und die Verantwortung allein tragen. Und es gibt moderne Kapitäne, die kooperativ führen und die Verantwortung auf viele Schultern verteilen. Was für ein Kapitän sind Sie?

Ihr Führungsstil ist Vorbild für die Unternehmenskultur an Bord. Sie ziehen die Menschen an, die zu Ihnen passen. Von Ihnen hängt ab, wie sich Ihre Crew fühlt: Selbstbestimmt oder an kurzer Leine gegängelt. Dass ein Fisch meist vom Kopf stinkt…ach, lassen wir das an dieser Stelle!

 

Die Verpflegung

Gutes Essen hält Leib und Seele zusammen. Doch wer Hunger hat, wird auf Dauer krank und ist begrenzt belastbar. Was für den Magen gilt, gilt auch für den Kopf - und da sind es Respekt und Wertschätzung, die uns Menschen nähren. Nur wer für sein Tun ein gerüttelt Maß an Anerkennung (kein Lob!) erhält, bleibt auf Dauer seelisch gesund. Sie als Kapitän sind das Vorbild für den Umgang miteinander. Sie bestimmen über die „Mahlzeiten“ - auch die seelischen. Ihr Vorbild beim Umgang mit Mitarbeitern, Kunden und Dienstleistern strahlt auf die gesamte Crew aus. Und gibt so vor, wie Ihr Unternehmensboot nach außen wirkt: Abgetakelter Kahn oder schnittige Jolle?

 

Sie als Führungskraft tragen die Verantwortung, dass Ihre Crew nicht am modernen Skorbut erkrankt: BurnOut. Sie geben die dosierten Vitamine aus Respekt und Wertschätzung, damit Ihr Team fit über den Ozean cruisen und die nächste Wende mit voller Motivation nehmen kann. Sie sind derjenige, der die Verpflegung „einkauft“ und dosiert - und Ihr Job ist es darauf zu achten, dass jeder genau das bekommt, was er braucht. Und das kann schon mal sehr unterschiedlich sein…

 

Der Kurs(wechsel)

Werden Sie sich jetzt bewusst, was Sie zu bieten haben. Reflektieren Sie Ihren Führungsstil und wechseln Sie jetzt den Kurs in Richtung Zukunft. Die Demographie sorgt dafür, dass Sie künftig wieder mehr ältere Seeleute an Bord nehmen werden - einfach, weil weniger junge nachwachsen. Sie können junge Menschen für sich begeistern - doch dafür müssen Sie raus aus dem bequemen Heimathafen und in die hippen Buchten, in denen die Jungen feiern.

Je respektvoller Sie der Jugend begegnen, desto anziehender wirkt Ihr Boot - und auch Ihre Crew erzählt dann schon mal in jedem Hafen, wie toll es bei Ihnen an Bord zugeht.

 

Die Zukunft

Ihre neuen Seeleute leben anders: 10 Jahre auf See? Nein danke. Sie wollen die Familie als festen Bestandteil im Leben haben. Sie heuern an, weil sie vom Leben etwas sehen wollen - statt nur das Deck zu schrubben. Sie möchten Herausforderungen und neue Technik statt Routine und muffiger Lagerräume. Sie möchten wertgeschätzt werden für das, was sie mitbringen, statt nur auf ihre (schulischen) Leistungen reduziert zu werden.

Dafür bekommen Sie als Kapitän Menschen, die sich schnell und flexibel auf Neues einstellen und die Ihrer gestandenen Crew moderne Technik federleicht vermittelt. Sie werden von den Neuen profitieren, denn diese wollen die Welt(meere) in ihrem Sinne erhalten und gestalten. 

Als Kapitän stehen Ihnen jetzt stürmische Zeiten bevor - denn das, was da kommt, wird Ihnen alles abverlangen: Hohe Anforderungswellen, windstille Zeiten, eine meuternde Crew und das Auflaufen auf ein Riff - alles das ist möglich. Doch wenn Sie jetzt den Kurs auf Zukunft stellen und Ihr Unternehmensschiff in  einer professionellen Werft - also mit professioneller Unterstützung - überholen und an die moderne Zukunft anpassen lassen, werden Sie im Rennen um engagierte Fachkräfte ganz vorne mitschwimmen. Ich unterstütze Sie gerne.

 

Die Vorteile

Bei diesem Kurswechsel gewinnen am Ende alle: Sie persönlich halten sich und Ihr Unternehmen fit. Ihre Crew bleibt gerne an Bord, weil sie weiß, dass Sie mit breitem Kreuz hinter ihr stehen, wenn die nächste Welle kommt. Ihr Unternehmensschiff liegt gut sichtbar im richtigen Hafen, um dort Wunschkunden und engagierte Fachkräfte an Bord zu holen.

 

Dann sind Sie für das Rennen im Wettbewerbsumfeld bestens gerüstet und werden die nächste Wende lange vor Ihrem Konkurrenten nehmen - denn Sie haben den Blick schon längst gen Zielboje gerichtet…

 

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