Vom Passepartout bis zum Deckel: So bedrucken Sie besonderes Papier

3. Juni 2009

 

Tinten- und Laserdrucker können nicht nur auf Normalpapier drucken, sondern auch auf besondere Papiersorten.

Spezialmedien nur im passenden Drucker

Zu dem Spezialpapieren gehören zunächst einmal alle Arten von Fotopapier. Das ist noch nichts besonderes, schließlich werden diese speziell für Tintendrucker verkauft. Doch Vorsicht: Verwenden Sie niemals Tintendruckpapier im Laserdrucker. Die spezielle Beschichtung, die für eine randscharfe Ausgabe der Tinte sorgt, löst sich beim Lauf über die heiße Fixiereinheit und verschmutzt diese – wenn Sie Pech haben, muss das Gerät zu einer teuren Reparatur.

Denn umgekehrt halten beispielsweise Ausdrucke auf Aufklebern, die für Laserdrucker gedacht sind, nicht, wenn sie mit dem Tintendrucker bedruckt werden. Achten Sie also bei Spezialmedien darauf, dass sie für das Gerät geeignet sind, in das sie eingelegt werden. Meist ist die Art des Druckers auf der Ver-packung des Sonderpapiers genau spezifiziert.

Dicke Papiere bedrucken

In die Drucker lassen sich häufig auch dickere Medien einlegen. Wenn Sie zum Beispiel Karton bedrucken wollen, wird der von vielen Drucker problemlos verarbeitet. Allerdings lässt sich das nicht pauschalisieren. In den technischen Daten des Druckers ist meist angegeben, welche Druckmedien das Gerät verarbeiten kann. Das Maß, nach dem Sie schauen müssen, heißt „Gewicht in Gramm pro Quadratmeter". Bei normalem Druckpapier beträgt das 80 Gramm/qm. Stärkere Sorten wie z. B. für Prospekte etc. haben meist 120 Gramm, Einladungen und Visitenkarten 240 bis 300 Gramm. Hier liegt bei den meisten Geräten die obere Grenze. In der Regel ist das Papiergewicht eines Sonderpapiers auf der Verpackung angegeben. Wichtig: damit die Drucker sich beim Transport und der Tinten- bzw. Tonermenge auf die Papiere einstellen können, müssen sie angeben, wenn Sie anderes als normales 80-Gramm-Papier bedrucken (siehe auch Abbildung).

 

Je dicker das Medium, umso wichtiger ist auch der gerade Papierweg. Tintendrucker können dicke Sorten nur störungsfrei einziehen, wenn sie über einen relativ geraden Papierweg verfügen. Hier wird das Papier hinten eingelegt und läuft linear nach vorne durch. Das sind die meisten Tintengeräte von Epson und Canon. In Hewlett-Packard-Druckern wird das Papier dagegen um eine Walze herumgeführt, diese Geräte haben meist Probleme mit dickeren Papiersorten.

Im Zweifelsfall sollten Sie so etwas vorher ausprobieren: Bevor Sie den 200er-Pack Karton kaufen und dieser von Ihrem Drucker nicht verar-beitet wird, sollten Sie mit ein paar Blättern einen Probedruck durchführen.

Dickeres Papier im Laserdrucker

Laserdrucker können auch dickere Papiersorten bedrucken. Das Problem ist hier weniger, dass das Papier nicht eingezogen wird. Vielmehr hält der Toner nicht, weil das Papier zu dick ist, um von der Fixiereinheit genügend erwärmt zu werden. Eine gute Idee ist es deswegen, dickere Seiten vor dem Einlegen in den Laserdrucker im Backofen „vorzuheizen" – die kleinste Stufe (ca. 50 Grad) reicht aus und sorgt dafür, dass das Papier nicht zu heiß wird.

Drucksensor überlisten

Bei manchen Sonderformen streikt auch ein Drucker mit geradem Papierweg. Wollen Sie beispielsweise ein Passepar-tout am Rand bedrucken, registrieren die Drucksensoren das Loch als „fehlende Seite" und der Drucker hält an. In diesem Fall knicken Sie ein Normalpapier in der Breite der Passepartoutkarte und legen diese zum Ausdrucken dort hinein. Der Drucker zieht beide zusammen ein und bedruckt sie.

 

 







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