Kreativitätstechniken: So setzen Sie beim Brainstorming viele Ideen frei

13. November 2012

Kreativitätstechniken im Einsatz: Mit der Methode Brainstorming gute kreative Ergebnisse erzielen

Um Ideen im Team oder alleine freizusetzen, benötigen Sie Kreativitätstechniken. Eine solche ist das beliebte Brainstorming, bei dem assoziativ Ideen zu der kreativen Fragestellung gesucht wird – und zwar mit Hilfe einer der vielen Brainstorming Methoden wie


In allen Fällen werden Sie zweifelsfrei etliche Ideen freisetzen. Doch Sie können den Output an Ideen mühelos steigern, indem Sie folgenden Tipps bei Ihrer nächsten Brainstorming-Kreativitätssitzung beherzigen.

 

6 Brainstorming Tips
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Mehr Ideen freisetzen beim Brainstorming: 6 Tipps zeigen, wie Ihnen dies gelingt

Tipp 1: Es gibt keine schlechten Ideen beim Brainstorming

Eine der Grundregeln, die gerade beim freien Assoziieren besonders zu beachten ist. Denn gerade bei Teamsitzungen, in denen das Brainstorming angewandt wird, entwickelt sich ja oftmals eine Idee aus dem Impuls der Idee, die der Kollege zuvor genannt hat. Dadurch entstehen immer wieder neue Ideen bzw. werden „alte“ Ideen spontan weiterentwickelt.

Diese Entwicklung hat jedoch oft die Folge, dass Ideen, die zuerst genannt wurden, als schlecht oder ungeeignet bewertet werden. Im schlimmsten Falle werden sogar während des Brainstormings bereits genannte Ideen mit Killerphrasen abgewertet. Dadurch wird der weitere Verlauf der Kreativitätssitzung nicht allein gestört, sondern auch viele gute Ideen voreilig aussortiert.

Deshalb sollten Sie stets vor jeder Kreativitätssitzung, in der Sie mit Hilfe der Methode Brainstorming Ideen freisetzen, im Bewusstsein der Mitarbeiter eine Regel verankern: Es gibt keine schlechte Ideen. Am besten notieren Sie dies auf einem Flipchart-Bogen und hängen diesen für alle sichtbar an die Wand. Und stoppen Sie Killerphrasen, sowohl während der kreativen Freisetzung, als auch bei der eigentlichen Auswertung der Ideen.

 

Tipp 2: Der Mix der Köpfe bringt’s

Jeder Mitarbeiter bringt für ihn typische Eigenschaften und Fähigkeiten mit, die zu seinem Menschentyp passen. So werden Sie Mitarbeiter haben, die schnell und mühelos Ideen freisetzen – die sogenannten Kreativen. Sie werden aber auch Mitarbeiter im Team haben, die eher strategisch-analytisch denken und handeln – die sogenannten Praktiker.

Widerstehen Sie der Versuchung für Kreativitätssitzungen nur Ihre sogenannten kreativen Mitarbeiter auswählen. Denn gerade der Mix an klugen Köpfen erzielt die besten Ergebnisse, weil

  • beide Menschentypen sich bestens ergänzen.
  • der eine Idee freisetzt, der andere diese Ideen jedoch unter dem Gesichtspunkt der Praxis bestens einschätzen kann.
  • beide Seiten voneinander lernen können. Der kreative Mitarbeiter lernt praxisorientierter zu urteilen. Der strategisch-analytische Mitarbeiter lernt seine eigenen kreativen Kräfte anzuzapfen.

 

Damit dieser Mix jedoch wirklich erfolgreich handeln kann, sollten Sie einige Spielregeln aufstellen:

  • Während der eigentlichen Brainstorming-Sitzung werden keine Ideen bewertet.
  • Der kreative Output und kreative Gedankenfluss wird nicht unterbrochen – weder durch Fragen, noch durch Killerphrasen.
  • Jede Idee ist akzeptabel – egal, wie unsinnig diese dem Einzelnen erscheinen mag.
  • Einwände und Bedenken, die in der anschließenden Bewertungsphase geäußert werden, werden stets ernst, aber nicht persönlich genommen.

 



 

Tipp 3: Alle Beteiligten frühzeitig informieren

Zweifelsfrei kann und wird Brainstorming oftmals auch spontan innerhalb eines Meetings angewandt, weil eine Fragestellung eben einen Output an Ideen fordert. Doch um die größtmögliche kreative Freisetzung an Ideen zu erreichen, sollten Sie Kreativitätssitzungen

  • nur als solche durchführen, d.h. keine anderen Tagesordnungspunkte mit auf die Agenda setzen.
  • die Mitarbeiter, die an dieser teilnehmen werden, rechtzeitig und frühzeitig zu dieser einladen. Denn so kann sich der einzelne Mitarbeiter mental auf die Sitzung einstellen.
  • selbst gut vorbereiten, um diese mühelos moderieren zu können.

 

Tipp 4: Flipcharts, Pinnwände und Whiteboards aufstellen

Erhöhen Sie den Output, indem Sie den Mitarbeitern die Möglichkeit geben, ihre Ideen selbst aufzuschreiben. Stellen Sie dafür im Konferenzraum so viele Flipcharts oder Pinnwände auf, wie Mitarbeiter an der Kreativitätssitzung teilnehmen. Befestigen Sie an den Wänden Whiteboards. Verteilen Sie Stifte an Ihre Mitarbeiter, jeder erhält dabei eine andere Farbe.

Geben Sie maximal 15 Minuten Zeit für die Brainstorming-Session, in der

  • jeder seine Ideen auf seinem Flipchart notiert.
  • jeder anschließend „kreativ spazieren gehen“ darf, d.h. es darf und sollen die Ideen der anderen schon gelesen werden und durch den Reiz dieser Ideen eigene Ideen auf dem Flipchart des Kollegen notiert werden.

 

Tipp 5: Die Tische werden mit großen Papierbögen bedeckt

Gerade bei Kreativitätssitzungen, bei denen mehr als 7 Personen teilnehmen, empfiehlt es sich, diese in kleinere Gruppen aufzuteilen. Jede Gruppe bekommt einen Tisch zugeteilt. Nach Klärung der kreativen Fragestellung soll jede Gruppe innerhalb von 5 Minuten seine Ideen auf dem Papierbogen, der den Tisch bedeckt, notieren. Dabei ist darauf zu achten, dass

  • deutlich geschrieben wird.
  • nicht der gesamte Papierbogen ausgefüllt wird.

 

Nach fünf Minuten wird gewechselt, d.h. jede Gruppe verlässt ihren Tisch und setzt sich an einen der beiden Nachbarstische, um nach dem Lesen der dort notierten Ideen eigene, weitere Ideen hinzuzufügen. Es wird solange gewechselt, bis jede Gruppe alle Tische besucht hat.

 

Tipp 6: Kleine Gruppen einladen

Brainstorming lebt vom freien Assoziieren. Leider wird dieser kreative Prozess in großen Gruppen eher gebremst bzw. es werden sich immer wieder nur die gleichen Mitarbeiter melden. Um diesem vorzubeugen, sollten Sie bei Kreativitätssitzungen, die eine der Brainstorming Methoden anwendet, darauf achten, dass die Gruppe aus maximal 7 Personen besteht oder größere Gruppen in kleinere Gruppen aufteilen. 

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