Ziele erreichen: Machen Sie Ihren inneren Schweinehund zu Ihrem Verbündeten

25. Mai 2013

Ziele setzen und erreichen: Ihr innerer Schweinehund steht nicht auf Ihrer Seite

 

innerer Schweinehund

Torpediert Ihr innerer Schweinehund mal wieder ein gesetztes Ziel, geht er oft sehr geschickt und kreativ vor. Ihr innerer Schweinehund

  • verkündet (in Ihrem Inneren) lautstark: „Oh, was ist dies wieder langweilig.“
  • sät zeitliche Zweifel: „Muss dies jetzt sein?
  • lockt mit betörenden Alternativen: „Was ist dies für ein tolles Wetter. Die Sonne lacht, Ach, jetzt im Schwimmbad zu sein…
  • hinterfragt Ihre Fähigkeiten: „Hast du dir da nicht zu viel vorgenommen?
  • zeigt körperliche Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Unbehagen, Übelkeit, Muskelverspannungen, Hunger, Durst.
  • setzt auf die Aufschiebe-Taktik: „Dafür ist später auch noch Zeit.
  • vergleicht mit anderen „Schau mal, der macht auch Pause“ oder „Schau mal, der ist noch weniger fit als wir.“

 

Abhängig davon, wie stark und vehement Ihr innerer Schweinehund solche Einwände vorträgt, werden Sie ihm sofort oder erst später erliegen – und Ihr Ziel und dessen Realisierung vertagen (oder schlimmstenfalls sogar ganz aufgeben).

 

Der Sieg Ihres inneren Schweinehundes

Die Strategie des inneren Schweinehundes geht auf – leider viel zu oft. Ihre Ziele werden verschoben oder geraten in Vergessenheit. Doch dieser Sieg, der Sie nicht allein Ihr Ziel gekostet hat,

  • erschüttert auch Ihren Selbstwert und Ihr Selbstbewusstsein, weil Sie mal wieder erleben, wie Sie ein gesetztes Ziel aufgeben.
  • vermittelt Ihnen „Ich bin willensschwach und ich habe keine Disziplin.“
  • ruft eine Verunsicherung hervor, die zukünftige Ziele und Zielsetzungen betreffen. „Besser ich stelle mir keine (solchen schwierigen) Ziele mehr, weil ich sie sowieso nicht erreichen werde.
  • löst Verärgerung, Wut und Zorn gegenüber Ihrem inneren Schweinehund aus. Mit der Folge: Sie beginnen sich selbst zu bekriegen und wenden mehr und mehr Energie dafür auf, Ihren inneren Schweinehund zu besiegen.

 

Wahrlich kein guter Ausgangspunkt, um ein Ziel zu erreichen.

 

Den inneren Schweinehund zu besiegen ist auch keine Alternative

Weil Sie um Ihren inneren Schweinehund – und seine Sabotageakte – wissen, werden Sie sich (oftmals unbewusst) wappnen, um bei jeder Zielerreichung gegen Ihren inneren Schweinehund vorzugehen. Allerdings ist dies, wie Sie selbst wissen, keine nachhaltige Lösung. Sie verharren im gleichen Muster. Auf der einen Seite Sie und Ihr Ziel, auf der anderen Seite Ihr innerer Schweinehund. Mal gewinnen Sie die Oberhand, mal Ihr innerer Schweinehund. Und ganz nebenbei wollen Sie auch noch Ihr Ziel erreichen.

Sie müssen jetzt umdenken. Denn den inneren Schweinehund überwinden zu wollen, ist nur eine sanfter klingende Wortwahl als innerer Krieg. Sie können nur wirklich gewinnen, wenn Sie Ihren inneren Schweinehund zu Ihrem Verbündeten machen – und für beide Seiten eine Win-Win-Situation schaffen.

 

So zähmen Sie Ihren inneren Schweinehund: Machen Sie ihn zu Ihrem Verbündeten – 3 Tipps

 

Tipp 1: Den inneren Schweinehund als Teil Ihrer Selbst akzeptieren

Statt Ihren inneren Schweinehund weiterhin abzulehnen, nehmen Sie ihn endlich an – und zwar als aktiven Teil Ihres Inner Teams. Dieses Akzeptieren ist deshalb so wichtig, weil Sie dadurch beginnen,

  • nach neuen, besseren Lösungen zu suchen, statt Ihren inneren Schweinehund (und damit im Grunde sich selbst) zu beschimpfen, zu ignorieren und zu bekriegen.
  • die Bedürfnisse des inneren Schweinehundes als eigene Bedürfnisse wahrzunehmen.
  • sich zu entspannen.
  • sich zu fragen, was Sie bei Ihren Schritten zur Realisierung Ihres Zieles vielleicht vergessen haben – und dies nachträglich einplanen können.
  • mit Ihrem inneren Schweinehund in Form einer Inner Team Konferenz in Kontakt zu treten.

 

Tipp 2: Entdecken Sie die Bedürfnisse des inneren Schweinehundes

In der Regel haben Sie Ihren inneren Schweinehund nur als Blockierer wahrgenommen. Den Inhalt und seine tieferliegenden Botschaften haben Sie deshalb schnell ausgeblendet. So konnten Sie die Bedürfnisse, die in seinen Einwänden steckten, nicht bemerken.

 

Doch in seinen Einwänden steckt mehr, als Sie von etwas abhalten zu wollen. Mal beklagt er sich, dass die Aufgabe zu langweilig ist. Mal weist er Sie auf das schöne Wetter hin. Überlegen Sie deshalb zukünftig, welches Bedürfnis bzw. welche Bedürfnisse in diesem Einwand eigentlich verborgen sind. Fragen Sie sich:

„Was will Ihnen Ihr innerer Schweinehund eigentlich sagen?“

 

Beispiele:

  • Wenn er klagt „Dies ist so langweilig“ will er vielleicht etwas tun, was spannender und interessanter ist.
  • Wenn er Sie darauf hinweist, dass die Sonne scheint, will er vielleicht hinaus ins Freie.

 

Im Grunde weist Ihr innerer Schweinehund Sie meist nur daraufhin, dass Sie in Ihrer Work-Life-Balance mehr Raum für Spaß, Freude, Leichtigkeit, Genuss und auch Entspannung schaffen sollten. Aspekte, die Sie auch für das Erreichen Ihres Zieles benötigen können.

 

Tipp 3: Machen Sie einen Deal mit Ihrem inneren Schweinehund

Mit einem Verbündeten verhandelt man, sobald sich unterschiedliche Sichtweisen in der Vorgehensweise präsentieren. Dies sollten Sie auch im Umgang mit Ihrem inneren Schweinehund beherzigen. Denn eins ist bei der Analyse der Einwände des inneren Schweinehundes deutlich geworden: Diese sollten erfüllt werden (sonst riskieren Sie, dass Ihr innerer Schweinehund wieder alles blockiert).

Da es jedoch in den seltensten Fällen möglich ist, die Bedürfnisse des inneren Schweinehundes sofort zu erfüllen – wie mitten bei der Arbeit nach draußen in die Sonne zu gehen – müssen Sie mit Ihrem inneren Schweinehund in Verhandlung treten. Bieten Sie Alternativen an

  • „In einer Stunde ist Feierabend. Dann fahren wir ins Grüne und machen einen Spaziergang.“ oder
  • Bald ist Mittagspause, dann setzen wir uns draußen auf die Bank.“ oder
  • „Ich kann diesen Schritt, der interessanter ist, vorziehen. Aber danach muss ich mich auch um die langweiligen Aufgaben kümmern.

 


 

Hinweis:

Führen Sie solche Verhandlungen zu Beginn in Ruhe und ungestört – am besten zu Hause – durch. Rufen Sie dafür eine Inner Team Konferenz ein, um auch andere Aspekte Ihres Selbst miteinzubeziehen, die Sie für die Realisierung Ihres Ziels benötigen.

Haben Sie dann schon öfters solche Verhandlungsgespräche mit Ihrem inneren Schweinehund geführt, wird es Ihnen auch in akuten Blockade-Situationen gelingen, mit Ihrem inneren Schweinehund schnell einen Deal zu vereinbaren.

Treffen Sie eine verbindliche gegenseitige Vereinbarung, die Sie jedoch von Ihrer Seite unbedingt einhalten sollten. Nur so gewinnen Sie das Vertrauen Ihres inneren Schweinehundes. Und nur so wird er zu einem Verbündeten bei Ihren Zielen.

 

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