Jahresplanung – Stecken Sie sich Ihre persönlichen Ziele

20. Januar 2010

Business Plan, Umsatzziele und Gewinnerwartung: Als Führungskraft sind Ihnen diese Begriffe wohlbekannt. Sie wissen auch um den Druck, den solche Planungen erzeugen, wenn Sie der Erfüllung hinterherhinken. Oft genug gerät dabei Ihre eigene Lebensplanung ins Stocken. Dabei sollten Sie Ihr Privatleben genauso ernst wichtig nehmen wie Ihren Beruf - und genauso ernsthaft planen.

 Jahresplanung – Stecken Sie sich Ihre persönlichen Ziele

Beginnen Sie mit dem Blick zurück

Zunächst ein Resümee der zurückliegenden 12 Monate ziehen. Scheuen Sie nicht davor zurück, auch Fehlschläge und Enttäuschungen festzuhalten. Schreiben Sie vor allem aber auf, was Sie schon lange einmal tun wollten, es im vergangenen Jahr aber wieder nicht umsetzen konnten. Das wird sicher eine Reihe negativer Gefühle in Ihnen wachrufen. Befreien Sie sich davon: Machen Sie sich klar, dass es zu nichts führt, wenn Sie sich von vertanen Gelegenheiten runterziehen lassen. Nehmen Sie negative Erlebnisse als Ansporn für das nächste Jahr.

 

Aus Fehlern lernen

Suchen Sie nach der Ursache Ihrer Enttäuschungen und fragen Sie sich, was Sie im kommenden Jahr daran verbessern können. Schreiben Sie Ihre Erkenntnisse auf. Wählen Sie die 2 oder 3 Punkte aus, die Ihnen am wichtigsten erscheinen. Formulieren Sie sich dazu jeweils eine konkrete Richtlinie, an die Sie sich in den kommenden 12 Monaten halten können.

 



Expertenrat

Richtlinien könnten beispielsweise lauten: „Trenne besser Wichtiges von Unwichtigem" oder „meine Familie muss wieder mehr im Mittelpunkt stehen". Besser auf die Gesundheit zu achten, mehr Bewegung oder bewusstere Ernährung, aber auch der Vorsatz, sich mehr den schönen Seiten des Lebens anzunehmen, können weitere Schwerpunkte sein.

 

Persönliche Wertvorstellungen als Richtschnur

Überlegen Sie sich, welche Beweggründe Sie haben, um etwas zu erreichen. Lösen Sie sich dabei vor externen Antriebskräften wie Lob, Anerkennung oder Geld. Machen Sie sich nicht abhängig von der Meinung anderer. Orientieren Sie sich dagegen strikt an Ihren eigenen Wertvorstellungen. Liebe, Ehrlichkeit oder Mitgefühl können solche Werte sein, aber auch Familienleben, Ehrlichkeit und Verlässlichkeit. Hier anzusetzen und deren Ausbau anzustreben heißt, positive Ziele stecken.

 

Werden Sie verschiedenen Rollen gerecht

In Ihrem Leben tragen Sie vielerlei Verantwortung: Familie, Beruf, ehrenamtliches Engagement im Verein, Freundes- und Bekanntenkreis etc. Die Rollen können sich jedes Jahr ändern oder wenigstens unterschiedlich gewichtet sein. Wägen Sie deshalb ab, was im Moment für Sie von besonderer Bedeutung ist und wo Sie etwas ändern möchten.

 

Expertenrat

Konzentrieren Sie sich auf maximal 8 unterschiedliche Rollen. Bewerten Sie die einzelnen Rollen mit 1 für „sehr vernachlässigt" bis 10 für „absolut zufrieden". Entscheiden Sie dann, in welcher Reihenfolge Sie die Rollen im nächsten Jahr gewichten wollen.

Überlegen Sie, was Sie in Ihrer Zufriedenheit momentan am meisten blockiert. Ein Durchbruch in diesem Punkt kann sich auch positiv auf alle anderen Lebensbereiche auswirken. So werden Sie beispielsweise kritische Situationen im Beruf gelassener meistern, wenn Sie zuvor Ihren Schwerpunkt auf eine harmonische Familie gelegt haben.

 

Persönliches Ziel für jede Rolle

Nur wenn Sie genau wissen, wohin Sie möchten, können Sie Ihr Ziel auch erreichen. Ordnen Sie deswegen jeder Rolle die passende Wertvorstellung (s. o.) zu. Das hilft Ihnen, Ihr Ziel konkret zu formulieren. Ihre Rolle in der Familie können Sie beispielsweise mit Werten wie Ehrlichkeit, Mitgefühl oder Verlässlichkeit belegen.

 

Expertenrat

Schreiben Sie für jedes Ziel einen einfachen Satz mit einem aktiven Verb wie „steigern", „lernen" oder planen" hin. Gestalten Sie Ihre Ziele so, dass Sie das Ergebnis messen können. Legen Sie z- B. einen Zeitpunkt fest, an dem Sie es erreicht haben wollen.

 

Prioritäten setzen

Mindestens ein Ziel sollten Sie jeder Rolle zuordnen. Für Ihr zentrale Rolle werden sie möglicherweise mehrere Ziele auswählen. Ordnen Sie die Ziele jetzt in einer Prioritätenliste: Ganz ober auf der Liste steht Ihr Schwerpunkt für das kommende Jahr. Darauf verwenden Sie die meiste Konzentration. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden Sie dieses Ziel am Ende des Jahres ebenso erreichen wie den größten Reil der nachgeordneten Vorsätze.

 

Umsetzung vorbereiten

Fertigen Sie sich ein kleines Plakat an, das Sie die nächsten 12 Monate begleiten wird. Darauf stehen:

  1. Ihre Richtlinien für das neue Jahr
  2. Ihre Werte
  3. Ihre Schwerpunktrolle
  4. Ihre 10 wichtigsten Ziele

Hängen Sie das Plakat so auf, dass Sie es jeden Tag mindestens einmal sehen. Innerhalb kürzester Zeit wird Ihr Jahresplan Ihnen in Fleisch und Blut übergehen: Sie werden automatisch richtig entscheiden und zielorientiert handeln. Erstellen Sie auch regelmäßig einen Monatsplan. Ziehen Sie am Ende jedes Monats die Bilanz. Überlegen Sie zu jedem einzelnen Ziel, wie der nächste Schritt aussehen könnte. Legen Sie sich fest, was Sie in diesem Monat schaffen können. Je genauer Sie die Schritte formulieren, desto leichter fällt Ihnen die Umsetzung.

 

Zu guter Letzt

Denken Sie daran: Nicht fehlende Zeit, nicht andere Menschen und auch keine widrigen Umstände sind verantwortlich für das Scheitern guter Vorsätze. Es liegt ganz allein in Ihrer Hand, Ihre persönlichen Ziele im Leben umzusetzen.

 

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