Intuition trainieren: 3 Übungen, um die Intuition zu schulen

5. Januar 2017

Auf das Bauchgefühl hören – und der eigenen Intuition folgen

Eine starke Intuition ist in vielen Situationen von Nutzen. Denn oft genug erschließt das eigene Bauchgefühl Informationen, die der Vernunft verschlossen bleiben. Ob es darum geht, gute und richtige Entscheidungen zu treffen. Ob im Meeting ein non-verbales Signal des Kollegen für Verwirrung sorgt. Ob im Kundengespräch die eigene Argumentation aufgrund des Bauchgefühls umgestellt wird. In vielen unterschiedlichen Situationen meldet sich plötzlich die Intuition zu Wort – mal stärker, mal schwächer.

 

buddha-intuition schulen  

 

Und so wird mal stärker, mal schwächer intuitiv das (Berufs-)Leben bestritten. Obwohl durchaus der starke Wunsch besteht, mehr dem Herzen zu folgen und öfters aus dem Bauch heraus zu handeln. Nur gelingen will es nicht so recht. Der intuitive Code bleibt viel zu oft verschlossen. Allerdings lässt sich dies ändern. Denn wie so immer „Übung macht den Meister“ – auch beim Bauchgefühl. Die eigene Intuition zu trainieren und zu schulen, gelingt mit den folgenden 3 Übungen.



Das Vertrauen in die eigene Intuition stärken: 3 Übungen 

Übung 1: Wahrnehmung schulen

Es gilt, den intuitiven Code zu entschlüsseln. Dafür dürfen Sie Ihre Wahrnehmung schulen. Denn hier schlummert Ihr unbewusstes Erfahrungswissen, auf das Ihre Intuition so gerne zugreift. Stellen Sie deshalb Ihre Antennen auf Empfang – sofort nachdem Ihr Wecker geklingelt hat. Registrieren Sie alles, was Ihnen auffällt und was Sie normalerweise im Alltagstrott „übersehen“ würden. Schauen Sie sich um:

  • Wer trägt was?
  • Worüber wird sich am Frühstückstisch unterhalten?
  • Wer steht an der Haltestelle und wartet?
  • An welchen Geschäften fahren Sie auf dem Weg zur Arbeit vorbei? Was fällt an diesen auf?
  • Welche Nachrichten, Lieder und Informationen werden im Radio gebracht?
  • Wer ist bereits im Büro? Wer begrüßt wen? Wer redet mit wem?
  • Mit wem reden Sie? Worüber reden Sie mit wem?
  • Wie ist die Stimmung?
  • Wer trägt heute welche Kleidung?
  • Wie viele Telefonate führen Sie am Tag? Mit wem telefonieren Sie?

Notieren Sie sich Ihre Wahrnehmungen, so oft Sie während des Tages Zeit dafür haben. Lesen Sie sich Ihre Notizen abends in Ruhe durch. Erschließen Sie auf diese Weise bewusst Ihr intuitives Wissen.

 

Übung 2: „Hör mehr auf dein Bauchgefühl“

Erfassen Sie, wie sich Ihr Bauchgefühl meldet. Konzentrieren Sie sich während eines Tages – oder sogar während einer gesamten Woche – auf Ihre Intuition. Registrieren Sie,

  • welches Gefühl sie Ihnen in der Regel sendet. Fühlen Sie sich dann „plötzlich“ unwohl oder seltsam?
  • wie das Bauchgefühl sich auf Ihr Körperempfinden auswirkt. Fühlen Sie sich klein oder groß? Sind Sie körperlich fast unmerklich zurückgewichen? Haben Sie Ihre Blickrichtung geändert?
  • welche Gedanken auftauchen. „Etwas stimmt nicht“, „Vorsicht“, „Lieber nicht“ oder „Ja, das passt“, „Alles sagt zu“.

Schreiben Sie Ihre Beobachtungen auf. Prüfen Sie anschließend, ob Sie ein Muster erkennen können.

 

Übung 3: Mutig intuitiv kommunizieren

Praktizieren Sie diese Übung während eines Tages. Der Vormittag ist für Ihre Intuition reserviert, der Nachmittag für Ihre Vernunft. So gehen Sie vor:

  • Der intuitive Vormittag. Sagen Sie alles so, wie es Ihnen intuitiv in den Sinn kommt – beispielsweise „Dabei habe ich ein ungutes Gefühl“, „Gerne, sofort“ oder „Das passt mir jetzt nicht“. Überlegen Sie nicht lange, was die „richtige angemessene“ Reaktion wäre, handeln und kommunizieren Sie, was Ihnen ganz spontan in den Sinn kommt. Testen Sie dabei Ihre eigenen, als auch die Reaktionen der anderen. Wie war Ihnen zumute? Wie haben die anderen reagiert?
  • Der vernünftige Nachmittag. Antworten Sie am Nachmittag stets nach einer gewissen Bedenkzeit. Überlegen Sie, welche Reaktion die beste wäre – und handeln Sie erst dann. Wie haben die anderen auf Sie reagiert? Wie haben Sie sich gefühlt?

Lassen Sie abends den Tag Revue passieren. Welchen Unterschied können Sie zwischen dem intuitiven Vormittag und dem vernünftigen Nachmittag feststellen? Wann haben Sie sich „besser“ gefühlt? Welche Entscheidungen haben Sie wann getroffen? Und wie beurteilen Sie die Entscheidung am Abend? 

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