Gute Vorsätze für das neue Jahr – so setzen Sie diese erfolgreich um
Das Jahr neigt sich dem Ende zu – das ist die Zeit für einen persönlichen Jahresrückblick. Was waren die Highlights des vergangenen Jahres? Welche Erfolge habe ich erzielt? Welche neuen wichtigen Bekanntschaften und Freundschaften habe ich geschlossen? Welche Niederlagen habe ich einstecken müssen? Was waren für mich die glücklichsten Stunden? Welchen Schwierigkeiten habe ich mich stellen müssen? …
Unweigerlich führt dieser Rückblick zu der Frage: Was möchte ich im kommenden Jahr ändern?
Und schon sind wir bei den guten Vorsätzen!
Aber gleichzeitig drängt sich die nächste Frage auf: Werde ich es diesmal schaffen, meine Vorsätze auch in die Tat umzusetzen?
Ein kleiner Rückblick
Eine Umfrage des Forsa-Instituts ergab für das Jahr 2012 folgende Liste der guten Vorsätze:
Die Prozentangaben sind in Summe größer 100, da Mehrfachnennungen möglich waren.
1. Das eigene Zuhause, Balkon oder Garten verschönern (50%)
2. Mehr Sport treiben (45%)
3. Mehr Zeit fürs Hobby nehmen (42%)
4. Eine längst fällige Reparatur erledigen (29%)
Laut verschiedenen Umfragen scheitern jedoch ca. 90 Prozent der Menschen bei der Umsetzung dessen, was sie sich vorgenommen haben!
Damit Ihre Vorsätze nicht nur gute Vorsätze bleiben, sondern es Ihnen auch gelingt, diese umzusetzen, sodass Sie sie gegen Ende nächsten Jahres nicht wieder auf Ihrer persönlichen Vorsatz-Liste wiederfinden, haben wir hier einige Tipps für Sie zusammengetragen.
1. Es muss IHR Vorsatz sein!
Um einen Vorsatz in die Tat umzusetzen, müssen Sie von ihm überzeugt sein.
Der Wunsch des Partners, Sie mögen doch beispielsweise mit dem Rauchen aufhören oder weniger Zeit vor dem Fernseher verbringen, ist nicht notwendigerweise das, was auf Ihrer Prioritätenliste steht. Die Umsetzung dieses „fremdbestimmten Vorsatzes“ ist löblich, wird jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit scheitern, solange die Motivation nicht von Ihnen aus geht.
Nehmen Sie sich also nur das vor, was Sie wirklich verändern wollen!
2. Eins nach dem Anderen
Nehmen Sie sich nicht zu viele Veränderungen auf einmal vor. Wer zu viel von sich erwartet, wird sich schnell selbst enttäuschen.
Die Umsetzung eines Vorsatzes erfordert das Ausbrechen aus liebgewonnenen und langgepflegten Gewohnheiten!
Je öfter es Ihnen nicht gelingt, Ihre Vorsätze umzusetzen und damit vor sich selber zu „versagen“, umso weniger werden Sie daran glauben, überhaupt zu einer Verhaltensänderung fähig zu sein.
Überlegen Sie sich darum in aller Ruhe, was Sie wirklich verändern wollen! Wenn Sie mehrere Vorsätze haben, setzen Sie Prioritäten. Welches ist Ihr wichtigstes Vorhaben, welches Ihr Zweitwichtigstes. Beginnen Sie mit dem höchstpriorisierten Vorsatz und legen Sie einen Zeitpunkt fest, wann Sie mit dem Zweiten beginnen möchten.
3. Formulieren Sie Ihren Vorsatz als Ziel!
Ein Vorsatz ist zunächst eine Wunschäußerung. „In diesem Jahr möchte ich mehr Sport treiben“ ist ungenau. Nehmen Sie sich die Zeit und definieren Sie Ihren Vorsatz als konkretes Ziel. Legen Sie bereits im Vorhinein fest, wie Sie Ihren Vorsatz umsetzen möchten und machen Sie sich auch realistische Zeitvorgaben.
Achten Sie darauf, für die Umsetzung Ihres Ziels einen Weg einzuschlagen, der wirklich gut zu Ihnen passt!
Tipp
Ein hilfreicher Ansatz zur Zieldefinition ist die SMART-Methode.
In unserem Beispiel würde aus dem Vorsatz „mehr Sport treiben“ somit das Ziel: In diesem Jahr möchte ich jeden Dienstag von 18:00h – 20:00h zur „Bauch, Beine, Po-Gymnastik“ gehen.
Überlegen Sie sich einen Plan B für den Fall, dass Sie zu diesem Termin verhindert sind (z.B. 2 Stunden Schwimmen am Wochenende)
Achtung
Hier kann es sich nur um ein realistisches Ziel handeln, sofern Sie mit Ihrem Partner oder Ihrer Familie geklärt haben, ob diese Ihr Ziel auch unterstützen, indem keine Familientermine in dieses Zeitfenster gelegt werden.
4. Suchen Sie sich Unterstützung
Begeben Sie sich auf die Suche nach Mitstreitern, die das gleiche Ziel verfolgen. Zu Zweit oder in der Gruppe sind die Motivation und der Spaßfaktor meist höher und Hindernisse lassen sich oft leichter beseitigen.
Nehmen Sie Hilfe und Unterstützung in Anspruch, wo Sie nur können! Kennen Sie Personen, die das Ziel schon erreicht haben und Ihnen gute Tipps geben können? Suchen Sie Vorbilder, stöbern Sie nach passender Literatur oder entsprechenden Foren im Internet.
5. Schritt für Schritt zum Erfolg
Legen Sie realistische Meilensteine fest. Planen Sie im Vornherein kleine Schritte zur Umsetzung Ihres Vorsatzes. Erreichte Teilziele motivieren und geben Kraft, weiterzumachen.
6. Führen Sie ein Tagebuch
Legen Sie sich für Ihren Vorsatz ein Tagebuch an. Hier fixieren Sie zunächst schriftlich Ihr Gesamtziel sowie Ihre Meilensteine.
Überlegen Sie sich alle Vorteile, die Sie sich von der Veränderung erhoffen und listen Sie diese hier auf. Und halten Sie fest, wie Sie mit Versuchungen und Krisensituationen umgehen wollen.
Notieren Sie täglich, wie es Ihnen bei der Umsetzung Ihres Vorsatzes gegangen ist.
- Was haben Sie erreicht?
- Ist es Ihnen gut gelungen? Belohnen Sie sich mit einem Smily!
- Was hat Ihnen Schwierigkeiten bereitet? In welcher Situation sind diese aufgetreten? Wie sind Sie ihnen begegnet?
- Wie könnten Sie diesen Schwierigkeiten zukünftig aus dem Weg gehen?
Das Tagebuch dokumentiert jeden Ihrer Schritte auf dem Weg zur erfolgreichen Umsetzung Ihres Vorsatzes. Hier halten Sie fest, welche Handlungsalternative in schwierigen Situationen eventuell nicht zum Ziel führte und – viel wichtiger – welche für Sie die wirkungsvollste war.
So entwickeln Sie im Laufe der Zeit Ihren persönlichen Weg zur Umsetzung Ihres Ziels.
Praxistipp
Benutzen Sie für das Führen des Tagebuchs eine kleine Kladde. Diese können Sie jederzeit mit sich führen. Damit bietet sich Ihnen jederzeit die Gelegenheit, kurze Notizen zu verfassen oder einfach einen Motivationsblick hinein zu werfen.
Für Sie zum Download
Alternativ haben wir für Sie ein Zieltagebuch vorbereitet.
7. Feiern Sie Ihre Erfolge
Belohnen Sie sich, wenn Sie Ihr Teilziel erreicht haben. Gönnen Sie sich etwas Besonderes, und feiern Sie Ihren Erfolg! Sie werden sehen: Mit jedem erreichten Meilenstein steigt Ihr Selbstvertrauen und Ihre Motivation.
8. Geben Sie nicht auf
Ganz wichtig: „Ausrutscher“ sind erlaubt!
Auf jedem Weg gibt es Stolpersteine, kein Grund zum Aufgeben! Legen Sie eine kurze Pause ein, studieren Sie Ihr Tagebuch und finden heraus, warum Sie hier ins Taumeln gekommen sind. Überlegen Sie sich eine persönliche Strategie, wie Sie diesen Ausrutscher das nächste Mal vermeiden können und notieren Sie diese.
Lassen Sie sich nicht entmutigen! Jede gewonnene Erfahrung und Erkenntnis bringt Sie einen großen Schritt näher an Ihr Ziel!


















