Warum Sie auch bei globaler Standardisierung auf lokale Gepflogenheiten achten sollten

7. Juli 2010

Gleiche Prozesse, Systeme, Strukturen, Geschäftsstandards, Kulturen und Führungsstile einzuführen, sorgt im weltweit agierenden Unternehmen für gleiche Qualität. Dennoch sollte bei dieser Standardisierung eins nicht vergessen werden: Die lokalen kulturellen und sozialen Gepflogenheiten – 3 Gründe, warum sich diese Beachtung lohnt.

 

 kulturellen und sozialen Gepflogenheiten in internationalen Unternehmen

Grund Nr. 1: Konflikte und Widerstand durch die Mitarbeiter bleiben aus

Übersehen wird bei dieser weltweiten Standardisierung jedoch, dass Unternehmen, deren Zentralen sich beispielsweise in den USA, Frankreich oder Japan befinden, sich im Grunde an den eigenen landesüblichen Gepflogenheiten orientieren und diese als Maßstab setzen, an die sich der einzelne Mitarbeiter anpassen soll. Doch genau diese Anpassung – trotz aller Anpassungsfähigkeit des Einzelnen – kann Ängste und Unsicherheiten auslösen. Fühlt sich der Mitarbeiter seiner Identität und seinem inneren Wertesystem beraubt, wird Widerstand in ihm entstehen. Unbewusst wird sich gegen das Unternehmen gestellt, um die eigene Identität zu wahren. Im schlimmsten Falle, abhängig davon, wie stark diese Standardisierung in das eigene Wertesystem eingreift, wird das Unternehmen offen sabotiert. Konflikte lassen sich also vermeiden, wenn der Mitarbeiter sich in der Unternehmenskultur wiederfinden - und dies auch nach außen, zum Kunden, transportieren kann.

  



 

Grund Nr. 2: Die Kunden sind in die lokalen Werte eingebettet

Kaufentscheidungen werden mit davon geprägt, inwieweit das Unternehmen in der Lage ist, den Kunden überhaupt anzusprechen und zu erreichen – sowohl verbal, als auch emotional. Eine weltweite Standardisierung ohne Einbezug der lokalen Gepflogenheiten kann jedoch genau dies verhindern, weil der Auftritt des Unternehmens dem Kunden keine Fläche zur Identifikation bietet.

 

Grund Nr. 3: Die fähigsten Mitarbeiter werden zu wenig angezogen

Die Attraktivität als potenzieller Arbeitgeber geht verloren. Lokale kulturelle und soziale Gepflogenheiten – ob bei der Arbeitszeit, den Pausen, der Anrede, der Vergütung, der Mitarbeiterpartizipation etc. – spielen eine entscheidende Rolle bei der Anwerbung der Besten.

 

Mein Tipp:

Informieren Sie sich über die lokalen Anforderungen – und nicht allein über Tarifverträge und Co -, die an das Unternehmen und vor allem an Ihren Führungsstil gestellt werden.



Unter Nachhaltigkeit wird eine Ressourcen-Nutzung verstanden, die nicht über das Maß der natürlichen Regenerationsfähigkeit hinausgeht. Ein derart verantwortungsvolles Handeln entwickelt sich zum Trend, den kein Unternehmen mehr verpassen darf! 10... mehr
Erhöhen Sie die Motivation Ihrer Mitarbeiter, indem Sie dafür ein wenig querdenken: Übertragen Sie den Kundenservice auf den internen Kunden – Ihren Mitarbeiter. mehr
Das Internet ist heutzutage die erste Anlaufstelle, wenn es um das Suchen von Dienstleistungen geht. Frank Stachowitz über die Bedeutung einer Internetpräsenz von Unternehmen. Lassen Sie sich überzeugen! mehr
Ich-Gesellschaft steht für eine Gemeinschaft aus Egoisten. Wenn Sie sich allerdings selbst wie Ihre eigene Ich-Gesellschaft führen, festigen Sie Ihre Position – beruflich wie privat. mehr
Zeigen Sie als Unternehmen gesellschaftliche Verantwortung mit Corporate Citizenship in Deutschland. Lassen Sie sich dabei gezielt unterstützen. mehr