Prozessoptimierung: Nicht nur für Serienfertigung immer wichtiger

27. Januar 2016

Wirtschaftlich stabile Produktionsprozesse stellen stets die Grundlage für eine steigende Umsatzrentabilität dar. Diese Prozesse sind in vielen Unternehmen jedoch nicht für eine längere Zeit festgeschrieben, sondern befinden sich stets in einem Prozess der Weiterentwicklung und auch Umsetzung. Das bedeutet, dass es in diesem Bereich keinen Stillstand gibt, sondern Abläufe und Automatisierungen immer einem Änderungs- und Ergänzungsmodus unterlegen sind. Gerade für mittelständische Unternehmen auf dem Weg zur Serienfertigung ist eine Industrialisierung wichtig für das erfolgreiche Bestehen am Markt.

 Durch Prozessoptimierung Effektivität, Produktivität und Qualität steigern© trueffelpix_fotolia.com

 

Auf die Frage, warum Prozessoptimierungen zu jeder Zeit gefordert sind, antworten Experten mit den gestiegenen Anforderungen von Kunden, viel schnelleren Produktentwicklungen, optimierten Arbeits- und Montageabläufen und den heute gängigen Just-in-Time oder gar Just-in-Sequence-Auslieferungen für die Großindustrie, welche mit ihren Zulieferern immer härtere Konditionen aushandelt. Der hohe Kostendruck und der geforderte Koordinationsaufwand fordern mittelständischen Unternehmen viel ab.

 

Mitarbeiter aller Abteilungen in sämtliche Prozesse integrieren

Auch aus diesen Gründen ist es für jedes Unternehmen wichtig, dass ineffiziente Arbeitsschritte und Verschwendungen im Produktionsprozess schnell erkannt und ausgemerzt werden. Optimal ist es, wenn auch die Mitarbeiter aller Abteilungen in diesen Prozess integriert werden – so lässt sich leichter eine Verzahnung der verschiedenen Abteilungen und ihrer Prozesse umsetzen. Nur mit einer professionellen Planung und nachhaltigen Optimierung der Informationsflüsse über die verschiedenen Abteilungen und Ebenen hinweg sowie einer engen Vernetzung der logistischen Prozesse sind die Voraussetzungen der kosteneffizienten Erfüllung von Aufträgen gegeben.



 

So sehen Experten bei vielen Unternehmen mit instabilen Prozessen – entweder Schwankungen in der Qualität der produzierten Güter oder der Einsatz von mitarbeiterintensiven Maschinen – stets das große Ganze. Deshalb ist es wichtig, am Anfang eine Prozessanalyse durchführen zu lassen, welche die einzelnen Abläufe in kleinste Einzelschritte zerlegt und so bereits Fehler im Gesamtprozess erkennen lässt. Es kann sein, dass jetzt nur an einem Stellrädchen Verbesserungen getätigt werden müssen, um wieder „mit Volldampf voraus“ zu fahren. Auf Prozessoptimierung spezialisierte Unternehmensberater und ITler analysieren, bewerten und machen im Anschluss Vorschläge für sinnvolle Optimierungen.

 

Produktivität kosteneffizient steigern

Damit verlässlich belegt wird, wie die Produktivität am ehesten kosteneffizient zu steigern ist, beleuchten die Fachleute sämtliche Abteilungen genau. Den Einkauf, die Planung und Instandhaltung ebenso wie die Produktions- und Logistikabteilung:

 

  • Produktionsprozesse und Industrialisierung genauesten durchleuchten,
  • Materialfluss, Informationsfluss analysieren,
  • Geschäftsprozesse aus verschiedenen Gesichtspunkten betrachten,
  • Konzepte der Lieferketten analysieren,
  • Analyse der bisherigen Lösungen für Transport und Lagerung.

 

Damit Produktionsprozesse und technische Abläufe wieder wie „aus einer Hand“ funktionieren, ist es denkbar, dass auch über den Austausch von Standardmaschinen gegen spezielle Sondermaschinen entschieden werden muss. Hier bieten verschiedene Hersteller individuell auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmte Maschinen für sämtliche Branchen.

 

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Sind nun sämtliche Produktionsprozesse und technische Abläufe optimiert und sorgen Sondermaschinen gleichzeitig für einen reibungsloseren Ablauf, gilt es, diesen neuen Standard zu halten. Das funktioniert in der Regel nur mit einem leistungsfähigen Controlling, welches genauso optimiert werden muss, wie der Produktionsablauf selbst. Hier ist das Ziel, die Generierung von Prozessdaten so schnell wie möglich zu realisieren, um in der eigentlichen Prozesskette keinen künstlichen Flaschenhals zu schaffen. Ab einer gewissen Geschwindigkeit, Stückzahl oder Varianz ist dies von Menschen nicht mehr adäquat zu erledigen. Hier stützt sich die Industrie auf sogenannte „intelligente Bildverarbeitungssysteme“, die mittels Kameratechnik beispielsweise Werkstücke erfassen und einzelne Prozessschritte automatisch und in Echtzeit dokumentieren.

 

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