Vorgesetzter oder Leader: Erkennen Sie den Unterschied!

18. April 2016

Leadership vs. Management – und der Mitarbeiter gerät aus dem Fokus

Gute, fachliche Führung von Mitarbeitern wandelt sich ständig. Seit Jahrzehnten kommen immer wieder „neue“ Führungsstile auf den Markt, die eins versprechen: eine gute Mitarbeiterführung, beste Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterbindung. Jede dieser einzelnen Führungsmethoden hat ihre Berechtigung und erfüllt ihren Zweck. Ob autoritärer Führungsstil, kooperativer Führungsstil, Führen mit Zielen oder ein situativer Führungsstil, alle haben ihre Vorteile und Nachteile.


 Den Unterschied erkennen auf www.business-netz.com

 

Als Führungskraft und Vorgesetzter haben Sie im Laufe Ihrer Funktion als „Boss“ längst einen persönlichen Führungsstil entwickelt. Dennoch sind Sie offen für neue Anregungen und Impulse, da Sie immer wieder auch an die Grenzen Ihrer Kompetenzen als Führungskraft stoßen. Eine ganz normale Erfahrung. Schließlich befindet sich die Arbeit im Wandel (demografischer Faktor, Fachkräftemangel, Digital Natives und Generation Y, Flexibilität der Arbeit usw.) und die Zukunft der Arbeit wird von allen mitgestaltet.

 

Deshalb ist es wichtig, bei der aufkommenden Frage „Was ist gute Führung?“ sich einmal auf sich zu besinnen – und die Eigenschaften einer guten Führungskraft für sich herauszufiltern. Die Infografik „Difference between a Boss and a Leader“ gibt hier erste Anregungen.

Difference Between A Boss And A LEader
From Visually.

 

Leadership styles: 3 Tipps, wie Sie für sich den besten Führungsstil entwickeln

Tipp 1: Eigene Einschätzung vornehmen

Vergegenwärtigen Sie sich den Unterschied zwischen „Boss und Leader“, der in der Infografik dargestellt wird. Achten Sie auf Ihre spontanen Reaktionen, wenn Sie die einzelnen aufgeführten Eigenschaften der jeweiligen Führungspersönlichkeiten lesen:

  • Welchem Führungsverhalten stimmen Sie vorbehaltlos auf der Seite des Leaders zu?

  • Welches Führungsverhalten der „Boss-Seite“ sehen Sie nicht so negativ?

  • Bei welcher Führungsqualität (Boss- und/oder Leader-Seite) bildet sich spontan ein „Ja, aber…“?

  • Welche Eigenschaften zeigen Sie selbst in Ihrem aktuellen Führungsstil (es kann durchaus ein Mix aus beiden Führungspersönlichkeiten sein)?

  • Welche Eigenschaft der Leader-Seite sehen Sie als sinnvoll an, die Sie gerne beim Führen von Mitarbeitern stärker einsetzen würden?

  • Welche Führungskompetenz filtern Sie aus dieser Leadership-Qualität heraus? 



     

Tipp 2: Eigenschaften eines Leaders für sich benennen

Sie haben erste wichtige Führungsqualitäten für sich herausgearbeitet. Bauen Sie diese für sich aus. Überlegen Sie, welche Eigenschaften die Infografik nicht aufgelistet hat – wie beispielsweise „aktives Zuhören, Empowerment, Ideenmanagement, Fehlerkultur etablieren“ -, die für Sie jedoch zu einem Leader gehören.

 

Notieren Sie sich Ihre Ideen in einem Notizbuch. Fügen Sie in den kommenden Tagen weitere Ideen hinzu. Denn Sie werden zweifelslos viele weitere Eigenschaften hinzufügen wollen. Erschließen Sie sich auf diese Weise, was für Sie ein guter Leader ausmacht – und somit gute Führung.

 

Tipp 3: Eigene Ressourcen erkennen

Beginnen Sie mit Ihrem Notizbuch zu arbeiten. Wählen Sie eine oder zwei Eigenschaften aus. Schätzen Sie ein, wie gut und wie oft Sie diese bereits bei Ihrer Mitarbeiterführung einsetzen. Setzen Sie Ideen frei, wie Sie diese beiden Qualitäten gezielter in Ihren Führungsstil einbauen können. Fragen Sie sich:

  • Wie ist es Ihnen gelungen – beispielsweise – Ihre Mitarbeiter zu coachen?

  • Welche inneren Ressourcen und Fähigkeiten haben Sie dafür genutzt?
  • Auf welche Erfahrungen und Stärken können Sie zurückgreifen, um diese Qualität verstärkt zu zeigen?

  • Welche Höhepunkte haben Sie als Leader erlebt? Wie hat sich dies auf Ihre Führungskompetenz ausgewirkt?