Überstunden machen herzkrank: Lange Arbeitszeiten erhöhen Herzinfarktrisiko

9. Oktober 2012

Herzkrank durch lange Arbeitszeiten: Regelmäßige Überstunden erhöhen Herzinfarktrisiko

Wer täglich länger als acht Stunden arbeitet, muss mit einem um rund 40 Prozent erhöhten Risiko für koronare Herzkrankheiten rechnen.

Regelmäßige Überstunden erhöhen Herzinfarktrisiko

Zu diesem Ergebnis kommen Mediziner des Finnischen Instituts für Arbeitsgesundheit, die für eine Meta-Studie 12 Beobachtungsstudien ausgewertet und veröffentlicht haben. Die Studien basieren auf Beobachtungen von insgesamt über 22.000 Menschen zwischen 1958 und 2010 in Japan, den USA und Westeuropa. Der überwiegende Teil der befragten Personen waren Büro-Angestellte.

Schäden an den Herzkranzgefäßen, die die Herzmuskeln mit Blut versorgen, können zu Herzrhythmusstörungen und in schlimmen Fällen zu Herzinfarkt und plötzlichem Herztod führen. Die Studie konnte zwar keinen eindeutigen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang belegen, sondern nur eine Korrelation, dennoch halten die finnischen Mediziner diesen für sehr wahrscheinlich. Sie führen den Zusammenhang zwischen langen Arbeitszeiten und Herzkrankheiten auf die verlängerte Stressbelastung zurück. Die Gesundheitsschädlichkeit von Stress ist unbestritten. Stress gilt als sogenannter Trigger, d. h. Auslöser für Ereignisse wie Herzinfarkt und Schlaganfall. Als Auslöser für Herzkrankheiten kommen laut Studie aber auch Begleiterscheinungen langer Arbeitszeiten, z. B. ungesunde Ernährungsweise und Bewegungsmangel in Betracht.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland die häufigste Todesursache. 2010 waren über 40 Prozent der rund 860.000 Todesfälle auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen; 92 Prozent der Verstorbenen waren allerdings bereits älter als 65 Jahre.

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