Rhetorikregeln für Ihre Mitarbeitergespräche

7. April 2010

Wenn Sie in einem Gespräch Ihren Mitarbeiter mit Worten überzeugen wollen, sollten Sie sich zunächst darüber im Klaren sein, was Sie mit dem Gespräch und der eingesetzten Gesprächstechnik erreichen wollen.

 

Wichtige Rhetorikregeln für ein erfolgreiches 4-Augen-Gespräch

Verständlichkeit ist dabei eine wichtige Voraussetzung, wenn Sie gezielt und richtig Informationen an Ihren Mitarbeiter weitergeben.

Dabei können Sie sich die vielen Tipps und Kniffe aus der Rhetorik für das Mitarbeitergespräch zunutze machen.

 

Hier die wichtigsten Rhetorikregeln für ein erfolgreiches 4-Augen-Gespräch:

 

Tipp 1: Achten Sie auf die Verständlichkeit Ihrer Sprache

Einfache Wortwahl: Vermitteln Sie den Sachverhalt in einfachen, verständlichen Worten und lösen Sie sich dabei von Fachchinesisch. Je schwieriger der Sachverhalt ist, umso wichtiger wird es, dass Sie die Dinge einfach darstellen. Wenn Fachbegriffe vorkommen, sollten Sie diese erklären.
 

Gliederung: Achten Sie auf den „roten Faden" und geben Sie Ihren Gedanken eine sinnvolle Reihenfolge und innere Gliederung.
 



 

Zeitliche Begrenzung: Achten Sie auf die richtige Balance zwischen einer zu knappen Darstellung und sehr weitschweifigen Ausführungen. Denn die Länge Ihrer Rede sollte in einem angemessenen Verhältnis zu Ihrem Redeziel stehen. Verlieren Sie sich nicht in Details. Verzichten Sie möglichst auf leere Phrasen, Füllwörter und überflüssige Erklärungen oder Erläuterungen.
 

Textaufbau: Machen Sie Ihr Anliegen dem Mitarbeiter durch eine äußere Redestruktur deutlich. Nutzen Sie dabei Zwischenbemerkungen, Pausen und betonen Sie Aussagen. Unterstreichen Sie gegebenenfalls Ihre Ausführungen durch Aufzeichnungen am Flip-Chart.
 

Interesse wecken: Setzen Sie Stimulatoren ein, um Ihren Mitarbeiter mit Worten zu fesseln. Stellen Sie rhetorische Fragen und bringen Sie treffende Beispiele, etwas „Haben wir denn bisher nicht ganz großartig zusammengearbeitet?". Sprechen Sie Ihren Mitarbeiter direkt und offen an, machen Sie spontane Pausen, nutzen Sie humorvolle Zitate und Formulierungen. Aber aufgepasst: nicht übertreiben, denn zu viele Stimulatoren gefährden die Prägnanz und Übersichtlichkeit Ihrer Rede.

  • Nutzen Sie keine Modewörter wie „Das kauf´ ich Ihnen ab", „Das ist cool", „Affenscharf", „Das ist spitze".
  • Vermeiden Sie Konjunktive wie „Ich würde meinen, das ...", „Ich würde finden, das ...".
  • Vermeiden Sie Füllwörter wie „Im Grunde genommen", „Entsprechend", „Sozusagen".
  • Bringen Sie Beispiele und Vergleiche und sprechen Sie anschaulich, möglichst in Bildern.

 

Tipp 2: Nutzen Sie Sprechtechniken

Artikulierung: Sprechen Sie Ihre Sätze in einem mäßigen Tempo. Denn so können Sie wichtige Wörter und Silben unterschiedlich betonen und ihre Tonhöhe variieren. Sprechen Sie deutlich und nuscheln Sie nicht. Verschlicken Sie keine Worte oder Silben. 

Lautstärke: Die Wahl der richtigen Lautstärke hängt von der Umgebung, den Zuhörern und vom Thema ab. Sprechen Sie zu leise, kann Ihnen das als Schüchternheit ausgelegt werden. Sprechen Sie zu laut, verursachen Sie möglicherweise Spannungen bei Ihrem Mitarbeiter.
 

Sprechpausen: Mithilfe von Sprechpausen verdeutlichen Sie Ihre Gliederung und unterstreichen Ihre Aussagen. Pausen sind ein gutes Mittel, um die Interpunktion Ihrer Aussagen zu unterstreichen (Gedankenstrich, Satzende, Absätze).
 

Sprechtempo: Variieren Sie Ihr Sprechtempo. Wichtige Gedanken oder Aussagen sollten Sie langsam aussprechen. Durch unterschiedliche Schnelligkeit verursachen Sie zudem Spannung in Ihrer Rede. Wenn Sie zu schnell sprechen, dann überfordern Sie die Aufmerksamkeit Ihres Mitarbeiters. Wichtige Informationen gehen möglicherweise unter. Sprechen Sie daher im Zweifel besser langsamer als zu schnell.

 

Checkliste zum Download

Hier geht´s zur „Checkliste: Beachten Sie die wichtigsten Rhetorikregeln im Gespräch"

 

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