Mitarbeitermotivation: Anerkennung als Schlüsselfaktor

15. September 2016

Mitarbeiter richtig motivieren

Die Fragen „Wie kann man Mitarbeiter motivieren?“ und „Was motiviert Mitarbeiter?“ sind seit Jahrzehnten Fokus der Personalstrategie. Denn die Motivation der Mitarbeiter hoch zu halten, gar zu steigern, ist ein Garant für gute Leistungen und Engagement im Unternehmen. Und so werden viele Taktiken zur Mitarbeitermotivation angewandt: Ob Bonus oder Incentives, ob Betriebsfeiern oder Weihnachtsfeiern, ob mehr Gehalt oder Fringe Benefits. Allen gemeinsam ist jedoch der materielle Faktor. Wichtig, allerdings nur bedingt. Denn Geld als einzigen Motivator einzusetzen, wird letztendlich Mitarbeiter demotivieren.

 Mitarbeitermotivation

Viel wichtiger ist Mitarbeitern die Anerkennung und Wertschätzung ihrer Arbeit und Leistung. Ein Fakt, der bekannt ist, jedoch vielleicht nicht ausreichend in der Mitarbeiterführung verankert ist. Denn ansonsten würden Studien wie der Gallup-Engagement-Index oder auch die Infografik „What keeps Employees motivated?“ diese Tatsache nicht immer wieder hervorheben. 

 

What keeps employees motivated - visually 
© caradelany on visual.ly
 
 

Führung und Motivierung von Mitarbeitern: Stellen Sie sich 3 Kern-Fragen

Mitarbeiterführung und Motivation bedingen einander. Das eigene Führungsverhalten und der eigene Führungsstil geraten somit schlagartig in den Fokus. Und viel zu oft wird hier nach Schwächen gesucht, statt die Stärken und die Ressourcen offenzulegen. Tun Sie dies jetzt. Denn Anerkennung beginnt nun einmal bei Ihnen selbst: der Führungskraft.

 

Mit drei Kern-Fragen – und einigen mehr – nähern Sie sich dem Thema Anerkennung und Wertschätzung auf einem neuen Weg. Einem Weg, der Ihnen hilft, diesen wichtigen Motivator gezielt und zufriedenstellend bei der Führung von Mitarbeitern anzuwenden.



 

Frage 1: Was finden Sie anerkennenswert?

Antworten Sie spontan. Listen Sie alles auf, was Ihre Anerkennung und Wertschätzung findet. Zensieren Sie sich nicht. Es dürfen auch „Kleinigkeiten“ sein. Lenken Sie Ihren Fokus auf

  • die Arbeit, das Engagement und die Leistung Ihrer Mitarbeiter.
  • alles, was gut läuft.
  • Arbeitsabläufe und die Zusammenarbeit.
  • die Arbeitsatmosphäre, den Teamgeist und das soziale Miteinander.
  • die Hilfsbereitschaft und gegenseitige Unterstützung.
  • die Lösungskompetenz Ihrer Mitarbeiter.
  • die Fehlerquote und die Lernfähigkeit.
  • Und und und…

 

Frage 2: Was findet Ihr Mitarbeiter anerkennenswert?

Die pauschalen Empfehlungen all der Studien lautet „den Mitarbeiter mehr loben“. Nur jedes Feedback zündet eben nicht beim Mitarbeiter. Es ist entscheidend, dass Sie dem Mitarbeiter so oft wie möglich die Anerkennung aussprechen, die in seinen Augen auch eine Wertschätzung darstellt.

 

Deshalb geben Sie sich für die Beantwortung dieser Frage ausreichend Zeit. Überlegen Sie:

  • Welche Leistungen Ihr Mitarbeiter bei sich selbst und anderen würdigt bzw. welche nicht?
  • Welche Aufgaben hat er mit Elan, Engagement und Begeisterung übernommen und ausgeführt?
  • Wofür hat er sich stark gemacht?
  • In welchen Bereichen geht er über seine Aufgabenstellung positiv hinaus?
  • Inwieweit hat er sich auf welche Weise weiterentwickelt?

 

Frage 3: Worüber dürfen Sie Ihre Anerkennung aussprechen?

Ihrem Mitarbeiter Anerkennung entgegenzubringen, dürfte Ihnen jetzt kaum noch schwerfallen. Sie haben sich eine Vielzahl an Fakten erarbeitet, die Ihr Feedback und Ihre Wertschätzung erhalten dürfen. Überlegen Sie zum Schluss nur noch:

  • Wie ist es Ihnen in der Vergangenheit gelungen, Ihren Mitarbeiter zu loben und dessen Leistungen anzuerkennen?
  • Welches Führungsverhalten haben Sie in diesem Moment aktiviert und gezeigt?
  • Welche Kompetenzen und Ressourcen haben Sie dafür eingesetzt?
  • Wie können Sie diese zukünftig nutzen, um Ihren Output an Anerkennung zu erhöhen?
  • Wie würden Sie sich in welcher Situation gegenüber welchem Mitarbeiter wie verhalten?
  • Wie können Sie auf diese Weise Mitarbeiter führen und motivieren, ältere Mitarbeiter motivieren und/oder das Team motivieren?
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