Mitarbeiter 50plus: 3 Fehler im Umgang mit Best-Agers, die Sie vermeiden sollten

7. Mai 2014

Mitarbeiter 50plus: Ältere Mitarbeiter im Unternehmen halten

Rücken Sie Ihre älteren Arbeitnehmer – also die Generation 50plus und die Baby-Boomer-Generation – in Ihren Fokus. Denn die Best-Agers bereichern Ihr Unternehmen durch ihr Wissen, ihre erworbenen Kompetenzen und ihre Erfahrungen. Deshalb sollten Sie sich bei der Personalentwicklung sowohl für ältere Mitarbeiter als auch der Führung der Mitarbeiter 50plus für 3 typische Fehler sensibilisieren, um diese zu unterlassen.

 

3 Fehler im Umgang mit BestAgers vermeiden

 

Mitarbeiter 50plus: 3 Fehler bei der Personalentwicklung älterer Arbeitnehmer vermeiden

 

Fehler 1: Schongang dank Frühverrentungspolitik

Werden im Unternehmen immer noch Angebote zur Frühverrentung, statt gezielter und durchdachter Altersteilzeitprogramme angeboten, generieren Sie einen Motivations- und Leistungsverlust bei den Mitarbeitern 50plus. Denn der ältere Arbeitnehmer wird sich verstärkt mit diesem Angebot auseinandersetzen, um das Für und Wider für sich persönlich abzuwägen.

 

Als Unternehmen lenken Sie somit den Fokus des Best-Agers weg von der Arbeit, seinen Aufgaben und seinem Arbeitsplatz hinzu Freizeit und Ruhestand. Dadurch schaltet der betroffene Mitarbeiter von vollem Engagement zu einem Schongang-Leistungsniveau herab. Hinterfragen Sie deshalb Ihre Personalpolitik.



 

Fehler 2: Angst vor Status- und Bedeutungsverlust schüren

Viele ältere Mitarbeiter sind mit ihrer erreichten Karriere und ihrem Status zufrieden, fürchten aber (unbewusst) einen Status- und Bedeutungsverlust an ihrem Arbeitsplatz. Denn viele Führungskräfte, wie der Gallup Report bestätigt, widmen sich zu wenig der Baby-Boomer-Generation und konzentrieren sich einseitig auf die nachrückenden jungen Talente.

 

Die Gefahr, die sich in dieser Angst verbirgt, darf nicht unterschätzt werden. Wer als älterer Arbeitnehmer befürchtet an Bedeutung zu verlieren, wird sein Wissen und seine Erfahrung nicht mehr freizügig mitteilen, sondern dieses für eigene Machtspiele missbrauchen. Deshalb hinterfragen Sie, ob Sie als Führungskraft Ihre Mitarbeiter 50plus aktiv in das Team und/oder Abteilungsprozesse integrieren.

 

Fehler 3: Unzureichende Anforderungen stellen

Ist das angestrebte Karriereziel erreicht, rücken für die Generation 50plus die sozialen Beziehungen am Arbeitsplatz in den Vordergrund. Allerdings wird diese Verschiebung der Aufmerksamkeit nicht allein individuell vollzogen, sondern zusätzlich durch die Unternehmenspolitik und oftmals mangelnde Förderung älterer Mitarbeiter verstärkt. Denn an den älteren Mitarbeiter werden viel zu selten neue Anforderungen gestellt, die diesen an seinem Arbeitsplatz fordern. Hinterfragen Sie, wie die Förderung für ältere Arbeitnehmer in Ihrem Unternehmen definiert und realisiert wird.

 

Manche Unternehmen gehen sogar noch weiter. Der Autobauer Daimler setzt für Spezialeinsätze inzwischen verstärkt auf Rentner. Fast 100 Ruheständler hat der Dax -Konzern im vergangenen Jahr zeitweise ins Unternehmen zurückgeholt, wie die Zeit am 14.05.2014 berichtet.

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