Sprechen Sie Lob und Anerkennung aus: 7 Tipps

4. Dezember 2009

Sprechen Sie Lob und Anerkennung aus: 7 Tipps

Loben Sie Ihren Mitarbeiter. Sprechen Sie ihm Ihre Anerkennung für gute Leistung aus. Regelmäßiges Lob steigert die Motivation Ihres Mitarbeiters und er erfährt so auf positive Weise, worauf Sie Wert legen.

 Sprechen Sie Lob und Anerkennung aus

Tipp 1: Loben Sie jeden Mitarbeiter

Zweifelsfrei werden Sie gegenüber Ihren Mitarbeitern bestimmte Sympathien und Antipathien entwickelt haben. Das ist menschlich und so kann es geschehen, dass Sie (unbewusst) eher den Mitarbeiter loben, den Sie auch persönlich mehr mögen und schätzen. Oft liegt dies daran, dass Ihnen bei diesen Mitarbeitern positives viel stärker auffällt als bei Mitarbeitern, die nicht so ganz Ihren Vorstellungen entsprechen.

 

Lob sollte an alle Mitarbeiter verteilt werden. Achten Sie unbedingt darauf, wirklich jedem Mitarbeiter Ihre Anerkennung auszusprechen. Am besten Sie vermerken sich einmal über einen Zeitraum von einer Woche, wie Sie Ihr Lob verteilen, damit Sie ein Gespür dafür entwickeln.

 

Tipp 2: Loben Sie die Leistung nicht den Menschen

Dadurch fällt es Ihnen auch leichter, Mitarbeitern, die Ihnen weniger sympathisch sind, ein positives Feedback auszusprechen. Bedenken Sie stets Ihre Ziele:

  1. Sie wollen durch Ihre Anerkennung die Motivation des Mitarbeiters stabil halten bzw. steigern.
  2. Sie wollen Ihrem Mitarbeiter verdeutlichen, was er gut gemacht hat, so dass er erkennt, welche Maßstäbe Sie an die Arbeitsbewältigung anlegen.

 

Tipp 3: Loben Sie sofort

Sicher freut sich Ihr Mitarbeiter über jedes Lob, das Sie aussprechen. Nur wenn es Tage, oder Wochen nach Abschluss seiner guten Leistung mitgeteilt wird, mindern Sie den Effekt der Anerkennung. Sie laufen Gefahr, dass

  • sich Ihr Mitarbeiter im ersten Moment gar nicht mehr daran erinnern kann.
  • Ihr Mitarbeiter über das verspätete Lob überrascht ist, vielleicht sogar denkt „Jetzt erst fällt ihm ein, mir dafür ein Feedback zu geben. Jetzt brauche ich es auch nicht mehr.“
  • Ihr Mitarbeiter Schwierigkeiten hat, einen konkreten Zusammenhang zwischen Ihrem Lob und seiner Leistung herzustellen, d.h. er kann vielleicht nicht mehr die Fähigkeiten abrufen, die er für diese Leistungserbringung eingesetzt hat.

 

Deshalb loben Sie grundsätzlich im Anschluss an die erbrachte Leistung.



 

Tipp 4: Ihre Anerkennung ist stets spezifisch

Vergessen Sie Standardfloskeln wie „Dies haben Sie gut gemacht“ oder „Mir hat Ihr Bericht sehr gut gefallen“. Solche Aussagen stärken zwar die Motivation des Mitarbeiters aber er kann sie für seine weiteren Leistungen nicht nutzen Sie haben damit einen wichtigen Aspekt Ihres Ziels übersehen.

 

Ihr Lob sollte stets spezifizieren,

  • was Sie an dieser Leistung gut finden. „An Ihrem Bericht hat mir besonders gut Ihre ausführliche Darstellung der Problematik gefallen.“
  • wie Sie seine Fähigkeiten/Leistung einschätzen. „Ihre Fähigkeiten auf Einwände des Kunden einzugehen, haben Sie in dem Gespräch sehr gut eingesetzt.“

 

Tipp 5: Auch Teilerfolge verdienen Ihre Anerkennung

Bei Aufgaben oder Projekten, die eine längere Bearbeitungszeit haben, sollten Sie Teilerfolge loben  und nicht warten, bis alles abgeschlossen ist. Ihr Mitarbeiter erhält so Ihre Bestätigung, dass er auf dem richtigen Weg ist. Gerade bei längeren Arbeiten ist das Risiko hoch, dass das Engagement und die Motivation nach einer gewissen Zeit sinken. Ihr Lob bei Teilerfolgen verhindert dieses Risiko.

 

Tipp 6: Team-Leistungen erfordern ein duales Lob

Würdigen Sie unbedingt das gesamte Team für die erbrachte Leistung. Je nachdem, welche Leistung erbracht wurde, stärkt eine kleine Feier das Wir-Gefühl und die Motivation des Teams. Verschaffen Sie sich jedoch im Vorfeld unbedingt darüber Klarheit, wie diese Leistung innerhalb des Teams zustande gekommen ist.

 

Ein gut funktionierendes Team verteilt die Lasten auf alle Schultern. Dennoch gibt es auch Erfolge, für die einzelne Teammitglieder ein besonderes Engagement erbrachten. Lassen Sie dieses Engagement nicht in einem Gesamt-Lob untergehen. Heben Sie die individuelle Leistung innerhalb des Team-Erfolges hervor.

 

Tipp 7: Loben Sie selbst, Delegation ist unmöglich

Nach dem Motto: Hauptsache der Mitarbeiter erhält ein Feedback lassen Sie Anerkennung richtigen Weg durch Dritte – sei es Ihre Sekretärin oder ein Kollege des Mitarbeiters – aussprechen. Schließlich wissen Sie nicht, wie Ihre Assistentin oder der jeweilige Kollege dieses Lob mitteilen und ob überhaupt geschieht.

 

Durch solch eine Delegation verliert Ihr Feedback jegliche Wirkung Ihr Mitarbeiter wird sich zu Recht wundern und sich fragen, ob Ihnen diese Anerkennung wirklich wichtig ist.

 

Loben Sie also stets selbst – und berauben Sie sich nicht dieser Gelegenheit mit Ihrem Mitarbeiter einen Moment der Freude zu zelebrieren. Für Ihre Beziehung zu Ihrem Mitarbeiter sind solche Momente unerlässlich.

 

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