Feedback: Zuviel des Guten schadet

18. Oktober 2009

 

Die Leistung Ihrer Mitarbeiter anzuerkennen, ist ein wichtiges Führungsinstrument. Hüten Sie sich aber davor, bei jeder Gelegenheit Worte des Lobs zu äußern, denen keine konkreten Boni folgen. Denn Sie laufen Gefahr, dass Ihre Mitarbeiter Ihre Würdigung nicht mehr ernst nehmen.

Zur Steigerung der Motivation und der Leistung Ihrer Mitarbeiter ist Feedback unerlässlich. Allerdings heißt es für Sie: Finden Sie den goldenen Mittelweg. Zu wenig schadet, weil Ihr Mitarbeiter ansonsten annimmt, seine Arbeit und Leistung wird als selbstverständlich eingeschätzt. Zu viel des Lobs schadet auch, weil bei Ihrem Mitarbeiter die Erwartung geweckt wird „Nun werde ich bald befördert“, ohne dass diese Erwartung auch erfüllt wird.

 

Geben Sie Feedback – und beachten Sie dabei folgendes:

  • Loben Sie Leistung, indem Sie konkret benennen, was gut gemacht wurde.
  • Überlegen Sie sich, welche Leistung Sie durch ein Lob würdigen wollen. Schließlich soll Ihr Lob zu keiner Selbstverständlichkeit werden, sondern Arbeit würdigen, die aus der Routine heraussticht.
  • Konkretisieren Sie, welche Auszeichnungen, Boni oder Aufstiegsmöglichkeiten Ihr Mitarbeiter bei welcher Leistung erwarten darf. Verbinden Sie Ihr Lob für Spitzenleistung mit entsprechender Vergütung.
  • Achten Sie darauf, wann Sie wie Ihrem Mitarbeiter Ihre Anerkennung aussprechen. Haben Ihre Worte Substanz? Sind Ihre Worte glaubhaft? Kann Ihr Mitarbeiter damit rechnen, dass Sie Ihre Anerkennung auch seinem Mitarbeiter-Beurteilungs-Konto gutschreiben?
  • Anerkennung kann auch statt mit einem Lob anders ausgesprochen werden: Bedanken Sie sich „Vielen Dank, dass Sie mir gleich die Unterlagen gebracht haben.“ Oder zeigen Sie Freude „Es freut mich festzustellen, dass sich seit der letzten Teamsitzung die Arbeitsatmosphäre wieder gebessert hat.“






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