Arena-Kämpfe in Meetings erfolgreich stoppen

9. Juli 2015

In einem Meeting müssen Sie auf vieles achten. Zum einen auf die Zeit und Einhaltung der Besprechungspunkte, zum anderen auch auf Vielschwätzer, Killerphrasen und Arena-Kämpfe. Jeder dieser Faktoren kann den Verlauf des Meetings nicht nur stören, sondern wie im Fall der Arena-Kämpfe auch zum Konflikt eskalieren lassen. Greifen Sie deshalb bei Arena-Kämpfen sofort ein – wie Sie das tun, erfahren Sie hier.

 

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Stoppen Sie Arena-Kämpfe in jedem Meeting: 3 Schritte

 

Schritt 1: Erkennen Sie die Anzeichen

Manches Mal ist es nicht so einfach einen Arena-Kampf wirklich als Arena-Kampf zu klassifizieren. Denn der Disput hat Ähnlichkeit mit einer Meinungsverschiedenheit. Doch es gibt viele Signale, die auf einen Arena-Kampf hinweisen.

 

Übersicht zum Download

Welche die typischsten Anzeichen sind, zeigt Ihnen unsere Übersicht: 6 typische Signale für einen Arena-Kampf. Machen Sie sich mit diesen Merkmalen vertraut. Dann fällt es Ihnen leicht, jeden Arena-Kampf schnell und mühelos als solchen zu erkennen.

 



  

Schritt 2: Greifen Sie ein

Lassen Sie Arena-Kämpfe niemals weiterlaufen in der Hoffnung, die beiden Kontrahenten werden schon von selbst aufhören. Das tun sie nicht, die Rivalen machen so lange weiter, bis sich die Auseinandersetzung leer läuft – selbst wenn es nur wenige Minuten sein sollten. Doch diese wenigen Minuten genügen, um Ihrem Meeting einen großen Schaden zu zufügen. Denn

  • die Stimmung des Meetings ist danach definitiv aufgeheizt – der Disput steht weiterhin im Raum.
  • die Kollegen dieser Rivalen wurden durch diese Auseinandersetzung vom eigentlichen Thema abgelenkt.
  • keiner wird mehr so richtig wissen, um was es vorher eigentlich ging.
  • die Konzentration ist auf dem Nullpunkt angelangt.
  • so mancher Mitarbeiter ist durch den Disput emotional aufgewühlt.
  • die Rückkehr zum Thema gelingt nur mühsam, wenn überhaupt.
  • der Disput hat womöglich das Team gespalten und ein gemeinsames Arbeiten ist undenkbar geworden.

 

Fazit: Sie müssen jeden Arena-Kampf so früh wie möglich stoppen.

 

5 Tipps, wie Ihnen dies bestens gelingt.

  1. Sagen Sie ruhig und bestimmt: „Stopp“ – „Meine Herren stoppen Sie bitte sofort diesen Disput.“ oder „Frau L., Herr F. – beenden Sie bitte sofort diese Meinungsverschiedenheit.
  2. Verweisen Sie auf den Sachverhalt. „Ihrer beider Argumente haben nichts mit dem Agendapunkt zu tun. Möchten Sie dazu etwas sagen? Wenn nicht, lassen Sie uns fortfahren.
  3. Bitten Sie auf die Sachebene zurückzukehren. „Herr B., teilen Sie uns bitte mit, was Sie sachlich konkret stört, ohne dabei persönlich zu verletzen.“ oder „Welches Sachargument steckt in Ihrer Aussage, Herr K.?
  4. Lenken Sie die Aufmerksamkeit aller auf die Gemeinsamkeiten des Disputs. „Sie sind sich beide in einem Punkt einig: Sie sind gegen die Änderung des Projektverlaufs. Können Sie dies bitte sachlich argumentativ erläutern?
  5. Fordern Sie die anderen Mitarbeiter zur Teilnahme an der Diskussion auf. So wird der Fokus weg von dem Arena-Kampf geführt und hin zum Team und den Teamkollegen. „Wir alle haben die Standpunkte von Frau C. und Herrn T. gehört. Was sagen Sie dazu? Welche Argumente möchten Sie beisteuern? Wie sehen Sie das Thema?

 

Schritt 3: Beugen Sie Arena-Kämpfen vor

Sollte sich in einigen Meetings zeigen, dass zwischen zwei oder drei Mitarbeitern immer wieder Arena-Kämpfe entstehen, sollten Sie bereits vor und während des Meetings, die Weichen so stellen, dass keine Arena-Kämpfe mehr aufkommen können.

 

4 Tipps, wie Ihnen dies bestens gelingt:

  1. Bitten Sie die Mitarbeiter einzeln und anschließend zusammen zu einem Gespräch. Klären Sie, am besten innerhalb einer Metakommunikations-Sitzung, die Ursachen für diese Arena-Kämpfe. Suchen Sie gemeinsam nach einer Lösung.
  2. Erstellen Sie für das Meeting eine Sitzordnung. Statt jeden Mitarbeiter selbst entscheiden zu lassen, wo Platz genommen wird, bestimmen Sie, wer wo sitzt. So schaffen Sie Distanz zwischen den Kontrahenten. Setzen Sie diese neben Mitarbeiter, die nicht auf die Arena-Kämpfe eingehen, sondern konzentriert bei der Sache bleiben.
  3. Übertragen Sie Aufgaben. Lassen Sie die jeweiligen Mitarbeiter während des Meetings eine konkrete Aufgabe übernehmen – ob zu einem Besprechungspunkt einen Bericht abzugeben oder Stichworte auf dem Flipchart zu notieren.
  4. Führen Sie, soweit es das Thema und die Zeit des Meetings erlauben, Gruppenarbeiten durch. Teilen Sie die Gruppen so ein, dass die Kontrahenten sich jeweils in einer anderen Gruppe befinden.

 

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