Mehr Raum für echte Begegnungen!

14. Dezember 2018

Pünktlich zum Fest macht in den sozialen Medien eine weihnachtliche To do-Liste die Runde: „Be present“ statt „Buy presents“ steht da an oberster Stelle. Wenn das doch nur so einfach wäre! Mal eben von Jahresabschlusstrubel auf Feiertagsstimmung umschalten, trotz streng getaktetem Verwandtschaftsmarathon fröhlich und entspannt bleiben, den eigenen Ansprüchen an die perfekte Deko, das perfekte Essen und die perfekten Geschenke nicht zum Opfer fallen ... halleluja! Kein Wunder, dass da mitunter die wirklichen Begegnungen mit den Menschen um Sie herum auf der Strecke bleiben.

 

 Christbaum mit Kugeln

 

Sie wollen das Weihnachtsfest in diesem Jahr mal ganz bewusst miteinander statt nebeneinander verbringen? Sie möchten erfahren, was Ihre Familienmitglieder und Freunde tatsächlich umtreibt und nicht in oberflächlichen Plaudereien stecken bleiben? Sie wünschen sich echten Austausch, der bewegt? Dann kommen die heutigen Adventskalender-Impulse vielleicht gerade recht:

 

Achten Sie auf Ihre eigenen Bedürfnisse!

Nur wenn Sie mit sich selbst im Reinen sind, können Sie sich auch voll und ganz auf Ihre Lieben einlassen. Am besten sorgen Sie deshalb schon vor Weihnachten für Augenblicke, in denen Sie durchschnaufen und zu sich kommen. Denn wenn Sie wie ein aufgescheuchtes Huhn bei der Verwandtschaft einflattern, ist die Gefahr groß, dass sich die allgemeine Hektik aufbauscht und Sie früher oder später Federn lassen. Wie wäre es also mit einer leckeren Tasse Tee oder einem guten Buch statt hektischem Last-Minute-Shopping?

 

Natürlich lohnt es sich, das eigene Energielevel auch während der Feiertage im Blick zu behalten. Falls Sie merken, dass Ihnen – trotz Wiedersehensfreude und feierlicher Stimmung – der Rummel irgendwann zu viel wird, gönnen Sie sich doch kleine Alleinzeiten. Zum Beispiel ein Nickerchen oder eine Runde um den Block. Falls Sie jetzt denken, dass Sie das nicht bringen können: Doch, das können Sie! Schließlich haben alle mehr davon, wenn Sie die gemeinsame Zeit nicht nur pflichtbewusst absitzen, sondern bewusst gestalten.



 

Erwartungen ade!

Nicht selten haben wir an den Feiertagen ganz genaue Vorstellungen, wie die Dinge laufen sollen und wie sich Familienmitglieder und Freunde bitteschön zu verhalten haben. Frei nach dem Motto „Ich habe meine Schwester soooo lange nicht gesehen, jetzt müssen wir endlich mal wieder ein tiefsinniges Gespräch führen!“.

 

Stopp, das baut nur unnötigen Druck auf. Die Enttäuschung ist da nahezu vorprogrammiert. Was halten Sie davon, gelassen zu bleiben, eine ordentliche Portion Neugier ins Gepäck zu stecken und sich einfach auf die Menschen zu freuen, mit denen Sie zu tun haben? Wer weiß, vielleicht werden so wunderbare Begegnungen möglich, mit denen Sie nie gerechnet hätten.

 

Echtes Beisammensein braucht Zeit!

Bescherung hier, Essen dort und dann schnell weiter zu Tante Frieda. Viele Familien planen das Weihnachtsprogramm fast minutiös. Das Ende vom Lied: Sie haben über die Festtage zwar jede Menge Kontakt zu Familienangehörigen und Freunden, wirkliche Verbindungen kommen jedoch nicht zustande. Dafür ist in all dem Trubel einfach kein Platz. Wie schade! Falls Sie sich manchmal getrieben fühlen, lohnt es sich, ganz bewusst Inseln zu schaffen, die echte Gespräche möglich machen. Indem Sie die Besuchsliste abspecken, das eine oder andere Treffen auf den Advent oder das neue Jahr verschieben oder gemeinsame Rituale entwickeln, mit denen Sie zwischendurch die Stopptaste drücken. Wie zum Beispiel ein guter Freund von mir, der mit seinem Bruder und seinem Vater nach der Christmette eine gute Flasche Wein aufmacht, eine Zigarre raucht und redet. Alle Jahre wieder ...

 

Sollten Sie übrigens merken, dass bestimmte Traditionen nicht mehr zu Ihnen passen, ist es natürlich ausdrücklich erlaubt, mit den Zeitfressern zu brechen. Das obligatorische 5-Gänge-Menü artet immer in Stress aus? Dann versuchen Sie es doch mal mit Würstchen und Kartoffelsalat oder einer abgespeckten 3-Gänge-Variante. Das Glühweintreffen mit den Nachbarn stört den Familienfrieden? Warum laden Sie nicht lieber zu einem Neujahrsumtrunk ein? So schaffen Sie Raum für das Wesentliche – für Begegnungen und Menschen, die Ihnen wirklich wichtig sind.

 

Schluss mit Small Talk!

Freilich kann so ein lockeres Gespräch sehr erfrischend und lustig sein. Wollen Sie allerdings mehr über die Menschen erfahren, mit denen Sie gerade am Tisch sitzen, braucht es echtes Interesse und die richtigen Fragen: Mit einem „Wer oder was hat Dich im vergangenen Jahr inspiriert?“ oder „Was war Dein schönster Tag in 2018“ erfahren Sie sicherlich mehr als mit einem „Und wie ist die Lage bei Dir?“.

 

Sie wünschen sich dazu weitere Impulse? Dann könnte das Spiel Vertellis genau das Richtige für Ihre weihnachtliche Runde sein. Ein Spiel, das die Menschen ins Erzählen bringt und mit den richtigen Fragen ganz bestimmt zu Themen jenseits des alltäglichen Blablas lenkt. So wird ein Austausch mit Tiefgang möglich, der bewegt und verbindet.

 

Ein Hoch auf Ge(h)spräche!

So gemütlich die Festtage sind, dank Völlerei und langem Herumsitzen macht sich bei vielen spätestens am zweiten Weihnachtsfeiertag der Lagerkoller breit. Bevor Sie sich jetzt auf die Nerven fallen, gehen Sie lieber raus, machen Sie einen langen Spaziergang und reden Sie! Wenn Körper und Geist in Bewegung sind, spricht es sich oft leichter als daheim. Die frische Brise pustet Ihr Hirn durch, Sie spüren draußen im Wald oder auf dem Feld nicht nur die Ruhe, sondern auch die Kraft der Natur ... und sind eher bei sich und damit auch beim anderen.

 

Freuen Sie sich auf solche echten Begegnungen mit den Menschen, die Ihnen am Herzen liegen! Denn diese bewussten gemeinsamen Momente sind die wirklichen Geschenke! Und das nicht nur an Weihnachten.

 

Ein frohes Fest wünscht Ihnen

Ihre Andrea Joost

 

Autor: Andrea Joost
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