Gehaltsverhandlung: Wie Frauen richtig verhandeln

9. November 2014

Gehaltsverhandlung: Auf die richtige Taktik kommt es an

Mit der richtigen Taktik können Sie als Frau bei Gehaltsverhandlungen nur gewinnen und genauso viel verdienen wie Ihre männlichen Kollegen.

Nicht nur bei fast jedem Bewerbungsgespräch gehören Gehaltsverhandlungen mittlerweile dazu. Auch im Arbeitsleben sollten Sie Ihre Gehaltsentwicklung nicht aus den Augen verlieren. Das jährliche Mitarbeitergespräch, indem sowohl Ihre Leistungen beurteilt als auch neue Ziele mit Ihrem Vorgesetzten vereinbart werden, eignet sich hervorragend, um über eine Gehaltserhöhung zu verhandeln.  

 Wie Frauen richtig verhandeln auf www.business-netz.com


Männer verstehen sich sehr gut auf das Spiel zwischen Fordern und Bekommen und sind auch bei einer Niederlage nicht eingeschüchtert, sondern versuchen zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal, ihre Leistungen herauszustellen und einen höheren Monatslohn zu erhalten.

Frauen tun sich hier meist etwas schwerer - dies zeigt auch die immer noch große Lücke zwischen den Gehältern der beiden Geschlechter (Gender Pay Gap). Frauen verdienen im Schnitt immer noch 22 Prozent weniger. 

 

Fordern Sie, was Sie verdienen - und bekommen Sie, was Sie wollen

Dieser treffende Untertitel des Buchs "Gehaltsverhandlung für freche Frauen" von Cornelia Topf bringt es auf den Punkt.

 

5 Tipps für Ihre erfolgreiche Gehaltsverhandlung



  

1. Trauen Sie sich

Die größte Hürde auf dem Weg zu mehr Gehalt ist für viele Frauen, dass sie sich selbst im Wege stehen. Sie trauen sich nicht und warten zu lange; man kann fast meinen, sie hoffen, dass der Vorgesetzte von selbst eine Gehaltserhöhung vorschlägt. Dies passiert jedoch nur in den seltensten Fällen.

Machen Sie es besser! Nehmen Sie Ihr Herz in die Hand und starten Sie das Projekt "Chef, ich will mehr Geld".

 

2. Bereiten Sie sich gründlich vor

Für die gewünschte Lohnerhöhung benötigen Sie gute Argumente. Gehen Sie nicht davovn aus, dass Ihrem Vorgesetzten bewusst ist, wie sorgfältig Sie arbeiten, wie zuverlässig Sie die Ihnen gestellten Aufgaben erledigen, wie wenig Reklamationen auftreten..., darum nehmen Sie sich die Zeit und beantworten Sie in aller Ruhe die folgenden Fragen.

  • Was waren Ihre Leistungen und Erfolge in der vergangenen Periode?
  • Welche Ziele haben Sie erreicht?
  • Bringen Sie diese in Beziehung zu den Zielen des Unternehmens: Welchen positiven Effekt hat Ihre Arbeit auf das Team, die Abteilung, den Kunden, den wirtschaftlichen Erfolg Ihres Betriebs?
  • Wo sehen Sie für sich zukünftige Aufgaben und Ziele, wo möchten Sie mehr Verantwortung übernehmen, die auch ein höheres Gehalt rechtfertigt.

 

Mit dieser Faktensammlung sind Sie perfekt vorbereitet für das Gehaltsgespräch.

 

3. Deutliche Formulierung des Gehaltswunsches

Treten Sie selbstbewusst auf! Durch Ihre Vorbereitung auf das Gespräch sind Sie sich Ihrer Leistungen und Erfolge gänzlich bewusst - jetzt müssen Sie sich verkaufen!

Ihren Gehaltswunsch haben Sie für sich festgelegt, doch Sie benötigen auch etwas Verhandlungsmasse. Schlagen Sie also noch etwas drauf (5 Prozent ist laut verschiedener Coaches eine übliche Summe) und gehen Sie mit diesem Betrag in Ihre Gehaltsverhandlung.

  

4. Auf die eigene Körpersprache achten

Frauen in leitenden Positionen sind keine Sekretärinnen - also verhalten Sie sich auch nicht wie eine. Kleine, schnelle Schritte sind fehl am Platz, da sie suggerieren, dass Sie sich unterlegen fühlen. Es gilt, sich im Raum zu präsentieren. Auch wenn der Chef den typischen Kleinmacher-Trick anwendet und noch telefoniert, wenn Sie schon im Raum sind: Nicht hinsetzen, sondern stehen bleiben, bis Ihr Vorgesetzter fertig telefoniert hat. Vermeiden Sie Flirt-Aktionen, die manchmal unbewusst eingesetzt werden. Diese wirken unprofessionell und werten Sie in den Augen des Chefs ab. Es gilt, sich Respekt zu verschaffen und nicht die Sympathie zu erhöhen.

Entwickeln Sie eine Körpersprache des Erfolgs!

 

5. Bieten Sie dem Nein Paroli

Trotz aller guter Vorbereitung kann es passieren, dass der Chef Nein sagt zur Gehaltserhöhung. Geben Sie sich in diesem Moment nicht geschlagen und entkräften Sie seine Argumentation.

Sollte eine Gehaltserhöhung wegen betrieblicher Umstände nicht möglich sein, können Sie versuchen, andere Vergünstigungen herauszuschlagen, beispielsweise ein repräsentativeres Büro, ein neuer Firmenlaptop, mehr Flexibilität oder betriebliche Zusatzleistungen.

  

Quellen:

http://www.karriere.de/karriere/so-klappt-s-mit-der-gehaltserhoehung-166537/3/

http://www.sueddeutsche.de/karriere/frauen-in-gehaltsverhandlungen-mehr-spielen-weniger-kaempfen-1.1324743

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