Werte als Karrierefaktor - Warum individuelle Wertvorstellungen auch für Frauen wichtig sind

9. März 2011

Wir alle besitzen Wertvorstellungen – die sich allerdings durchaus unterschiedliche Ausprägungen besitzen können. Werte geben uns nicht nur eine Orientierung, wie wir uns selbst in Beziehung zu anderen verhalten wollen und sollen, sie bestimmen auch unsere Wahrnehmung im Alltag.

 

Werte als Karrierefaktor

Selbstverständlich gilt dies auch für unser berufliches Verständnis und die entsprechenden sozialen Beziehungen. Erfolgreiche Männer waren sich dessen immer schon bewusst und nutzen dies selbstverständlich. Gerade für Frauen mit Karriereambitionen ist es sinnvoll, sich mit ihren ureigenen Werten und Wertvorstellungen vertraut zu machen.

 

Werte sind wichtig – aber auch unbewusst

Unsere Werte werden zweifelsfrei von dem Weltverständnis und damit der Kultur, in der man bzw. frau aufgewachsen ist, geprägt. Dennoch haben Sie Ihre ganz persönlichen Werteprioritäten entwickelt, die meist gefühlsmäßig bekannt, aber oftmals nicht bewusst sind. Problematisch wird es dann, wenn Ihre Wertvorstellungen im Gegensatz zu Ihrer beruflichen Tätigkeit bzw. Ihren Karriereambitionen stehen. Logisch, dass Sie sich als Frau in einer solchen Situation unwohl fühlen. Dies hat natürlich auch zur Folge, dass Sie beruflich nicht die kompetente Außenwirkung erzeugen können, die Sie eigentlich vermitteln wollen. Sie sollten sich deshalb immer über Ihre persönliche Werte und die entsprechende Wertskala bewusst werden.

Unser Logblatt Individuelle Wertvorstellungen erkennen hilft Ihnen dabei.

 

5 Gründe, warum Sie für Ihre Karriereorientierung auch Ihre Werte beachten sollten

Persönliche Werte sind ein wichtiger Bestandteil, um auf der Karriereleiter weiterzukommen. Menschen mit klarer Wertorientierung beeindrucken durch Autorität, die aus Ihnen selbst kommt und nicht durch eine Position oder ein Amt verliehen wird. Gerade Frauen können hier durchaus Flagge zeigen.

 

Grund 1: Werte verschaffen Authentizität

Werte prägen Ihre Meinung und Ihr Verhalten. Wertvorstellungen setzen Maßstäbe für Ihr Handeln und verschaffen Ihnen Ihr ganz persönliches Profil. Einem Profil, das anderen vermittelt, was Ihnen wichtig ist. Sie werden dadurch verlässlich und authentisch – alles Eigenschaften, die vertrauensbildend sind und auf dem Karriereweg weiterhelfen.

 

Grund 2: Werte führen zu Entscheidungssicherheit

Nur wenn Sie wissen, was Ihnen wichtig ist, fällt es Ihnen leicht, Situationen und Angebote richtig einzuschätzen. Dies ermöglicht Ihnen, anhand Ihrer Wertekriterien eine Entscheidung zu treffen, zu der Sie stehen können.

Ihre Vorteile

  • Sie fühlen sich nicht fremdbestimmt, sondern handeln selbstbestimmt
  • Sie kontrollieren Ihre persönlichen Entscheidungen
  • Sie können besser Grenzen setzen

 

Alle drei Punkte sprechen in den Augen anderer für Führungsqualität.

 

Grund 3: Mit Werten lassen sich Entscheidungen leichter begründen

Allgemeinplätze sind nichts für Leistungsträger – Sie sollten Zustimmung oder Ablehnungen im beruflichen Alltag immer begründen können. Ihr Maßstab für Entscheidungen sind Ihre Wertvorstellungen, worüber Sie Ihr Gegenüber nicht im Unklaren lassen sollte,

 



Aufpassen

Im Beruf sollten Ihre Werte selbstverständlich mit dem Branchenumfeld kompatibel sein. Wenn Sie für einen Hersteller von alkoholischen Getränken im Vertrieb arbeiten, ist es schlecht vertretbar, wenn Sie Wertvorstellungen über grundsätzliche Abstinenz besitzen.

 

Grund 4: Werte verhelfen zu besserer Motivation

Eigene Werte leben und arbeiten zu können, steigert unweigerlich die Motivation. Dies wirkt sich selbstredend auch auf die Leistungskurve – und meist auch auf die Karriere - aus. Denn Ihre Werte treiben Sie ja positiv an.

 

Grund 5: Werte erzeugen messbare Wertschätzung

Für Ihre Karriere und die Erreichung Ihrer Karriereziele ist es unerlässlich, dass Sie in Ihrem beruflichen Umfeld eine positive Wertschätzung erfahren, die die Akzeptanz Ihrer Person und Ihrer erbrachten Leistung offenbart. Denn an dieser positiven Wertschätzung hängt viel:

  • Übertragung interessanter Aufgaben
  • Förderung durch einen Vorgesetzteten als Coach oder einen Mentor
  • Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen
  • Interesse an von Ihnen vorgetragenen Ideen
  • Übertragen von mehr Verantwortung

 

Deshalb sollten Sie darauf achten, wie sehr Ihre Werte und damit Sie als Person geachtet werden. Daran können Sie ermessen, wie hoch die positive Wertschätzung ist, die Ihnen entgegengebracht wird. Überlegen Sie einmal:

  • Wie stark wird Ihnen aktiv zugehört?
  • Werden Ihre Meinungen und Äußerungen in Meetings ernst genommen?
  • Unterstützt Sie Ihr Vorgesetzter? Oder bremst er Sie und Ihre Vorhaben eher aus?
  • Werden andere Kollegen bevorzugt?
  • Treffen Ihre Bedenken und Einwände auf offene Ohren? Oder werden diese eher belächelt?
  • Gibt es stets lange Diskussionen, in denen Ihre Werte zerpflückt werden? Oder finden Sie eher Mitstreiter für Ihre Sache?

 

Aufpassen

Sollten Sie feststellen, dass Ihnen kaum positive Wertschätzung entgegengebracht wird, sollten Sie sich mittelfristig nach einer neuen Stelle umsehen. In solch einem Arbeitsverhältnis zu verharren, fordert von Ihnen einen zu hohen Preis: Sie verleugnen sich selbst und Ihre Werte – und treten damit in eine Abwärtsspirale, die auch Ihre Leistungen und Ihr Engagement minimiert.

 

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