5 Tipps für den Umgang mit schwierigen Kollegen

21. Februar 2017

Vom Umgang mit schwierigen Menschen

Nervige Kollege gibt es – leider – in jedem Büro. Sich über deren Verhalten zu ärgern, ist im Umgang mit diesen schwierigen Kollegen eine verständliche Reaktion. Auf Dauer jedoch keine zufriedenstellende Lösung. Die Zusammenarbeit leidet. Ihr Stress-Niveau steigt. Ihre Motivation sinkt. Und im Grunde beschäftigt Sie dauernd nur noch eine Frage:

Wie geht man mit schwierigen Kollegen (Menschen) um?

 

5 Tipps für den Umgang mit schwierigen Kollegen

 

Die folgenden Tipps geben Ihnen Antworten. Machen Sie sich mit diesen vertraut. Setzen Sie sie in Ihrem Tempo um. Würdigen Sie kleine Erfolge, die Sie im Umgang mit schwierigen Mitarbeitern und/oder Kollegen erzielen.

 

5 Tipps für den Umgang mit nervenden Kollegen im Büro

Tipp 1: Realistisch betrachten

Jeder Mensch besitzt ein mannigfaltiges Verhalten – auch der schwierige Kollege. Es wird also auch Situationen geben, in denen er umgänglich ist, sich freundlich gibt oder als ein guter Teamplayer agiert. Sensibilisieren Sie sich in der Rückschau für solche Momente der guten Zusammenarbeit.

 

Listen Sie in Ruhe auf, wann Sie mit dem jeweiligen Kollegen gut ausgekommen sind. Auch wenn es vielleicht „nur“ wenige Situationen gibt, die Ihnen jetzt einfallen, senkt diese realistischere Einschätzung des Kollegen ein wenig Ihren Stress. Denn Sie fokussieren nicht länger ausschließlich sein für Sie negatives Verhalten, sondern auch positive Aspekte.



 

Tipp 2: Die Auslöser und das Interaktionsmuster erkennen

Sie wollen das Miteinander mit dem Kollegen zufriedenstellender für sich gestalten. Analysieren Sie hierfür Ihr Aufeinander-Treffen. Fragen Sie sich:

  • Welches Verhalten des Kollegen irritiert Sie? Jammert er? Will er sich partout durchsetzen? Hört er nicht zu? Äußert er viele Killerphrasen?
  • Wann und in welcher Situation erleben Sie ihn als schwierig?
  • Was genau definieren Sie an seinem Auftreten als schwierig?
  • Welches Handeln ruft bei Ihnen welche Gefühle hervor wie beispielsweise Ärger, Wut, Frustration oder Unmut hervor?
  • Wie reagieren Sie auf ihn? Wie reagiert er auf Ihre Reaktion?
  • Wodurch fühlen Sie sich verletzt? Welche Grenzen überschreitet der Kollege? Welche Ihrer Werte missachtet er durch sein Benehmen?
  • Wie sollte er sich stattdessen verhalten? Was wäre Ihr Wunsch und Ihr Bedürfnis?

 

Werten Sie Ihre Antworten aus. Überlegen Sie, wie Sie zukünftig in ähnlichen Situationen handeln möchten. Stecken Sie sich für Ihr Handeln Ziele: Beispielsweise den Kollegen freundlich darauf hinzuweisen, Sie ausreden zu lassen.

 

Tipp 3: Fokussiert bleiben

Lassen Sie sich in der Kommunikation mit schwierigen Menschen nicht aus dem Konzept bringen. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Aussage. Halten Sie Augenkontakt, um so die Aufmerksamkeit Ihres Gegenübers zu fordern. Vermeiden Sie Verallgemeinerungen. Präzisieren Sie Ihre Argumente, damit Ihr Gesprächspartner sich auf einer sachlichen Ebene mit Ihnen auseinandersetzen muss. 

 

Tipp 4: Metaebene einnehmen

Distanzieren Sie sich verbal. Spiegeln Sie die Gefühlsebene des Kollegen. Kommunizieren Sie von der Metaebene „Wie es scheint, geht dir die Realisierung nicht schnell genug“ oder „Ihren Unmut über die Verzögerung des Projektes kann ich nachvollziehen. Allerdings bin ich dafür der falsche Ansprechpartner.“ Dadurch ermöglichen Sie es ihm, sich selbst und sein Verhalten wahrzunehmen, dieses zu reflektieren und zu ändern.

 

Tipp 5: Schlagfertig kontern

Manches Mal hilft nur eins: Schlagfertigkeit. Ein ironisches „Was du nicht sagst“ oder „Besser langsam im Projekt vorankommen, als gar nicht ankommen“ oder ein schlichtes „Achja?!“ sind Kommunikationstricks, die wirken. Zeigen Sie so Ihre Grenzen.

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