Probezeit – Das Fundament für Ihre Karriere

1. September 2017

Die Probezeit ist für jeden Berufsanfänger eine Herausforderung, da Sie sich in der Regel auf ein neues Aufgabengebiet und gleichzeitig auch auf unbekannte Menschen einstellen müssen. Stellen Sie schon vom ersten Tag an die Weichen für Ihre weitere  Kariere.

Probezeit – Das Fundament für Ihre Karriere

Setzen Sie sich erste Ziele, die Sie allerdings nicht überfordern, sondern sich realistisch an der Situation orientieren sollten. Niemand erwartet von Ihnen, dass Sie sofort einen altgedienten und erfahrenen Kollegen ersetzen können – erwarten Sie es deshalb auch nicht von sich selbst.

 

Der wichtige erste Eindruck

Hin- und hergerissen zwischen der Freude, eine Anstellung gefunden zu haben und der Nervosität - vielleicht sogar ein wenig Angst – den Anforderungen gerecht zu werden, sollten Sie sich vor dem ersten Tag unbedingt Ihr eigenes Stress-Verhalten verdeutlichen. Je nach individueller Persönlichkeit bringt der eine Anfänger vor lauter Aufregung kaum ein Wort heraus, während der andere ohne Punkt und Komma redet. Bedenken Sie, dass all dies zu dem wichtigen ersten Eindruck beiträgt. Dieser erste Eindruck beeinflusst in der Regel auch die Beurteilung Ihrer späteren Leistungen und Ihres Auftretens.

Deshalb sollten Sie sich folgende Punkte bewusst machen:

  • Jeder, der neu ist, steht unter Stress. Dies ist normal und wird von jedem akzeptiert.
  • Sie können Stress steuern, indem Sie auf Ihre Atmung achten und in kurzen Pausen eine Schnellform der Progressiven Muskelrelaxation durchführen.
  • Wenn Sie wissen, wie Sie in der Vergangenheit in Situationen, in der Sie der Neue (beispielsweise Schule, Ausbildung etc.) waren, reagiert haben, können Sie andere Handlungsmöglichkeiten entwickeln. Erinnern Sie sich einmal in Ruhe an einige vergangene „Ich-bin-der-Neue-Situationen“, um Ihr Stress-Muster zu erkennen.

  

Orientierung ist für die ersten Arbeitsaufgaben entscheidend

Das Ziel, das Sie sich setzen sollten, lautet: Sich selbst eine erste und vor allem gute Orientierung zu verschaffen. Diese Orientierung erhalten Sie, indem Sie

  • sich Fragen für das Einführungsgespräch mit Ihrem Vorgesetzten notieren,
  • nach einer Informationsmappe, die beispielweise ein Organigramm der wichtigsten Abteilungen, aber auch die interne Unternehmensphilosophie enthält, bitten,
  • Ihren Kollegen gleich auf der zwischenmenschlichen Ebene näherkommen.
  • beginnen Sie, Ihr Umfeld genauer zu beobachten. Wer tritt wie wann und bei wem auf? Können Sie bereits erste Gruppendynamiken innerhalb des Teams entdecken?
  • sich bei der Einweisung in konkrete Aufgaben und Arbeitsschritte Notizen machen. Denn Ihr Gehirn wird durch Ihre stressbedingte Nervosität in den meisten Fällen nicht jede Information aufnehmen können.

 

Tipp

Merken Sie sich sofort die Namen und die Position der Kollegen, mit denen Sie im engeren Kontakt arbeiten werden. Die restlichen Namen können Sie sich in den kommenden Tagen einprägen.



 

Nur Erwartungen, die man kennt, lassen sich erfüllen

Ihr Arbeitsvertrag und Ihre Stellenbeschreibung werden den Aufgabenbereich umreißen, für den Sie sich beworben haben und eingestellt wurden. Was Sie jedoch ab dem ersten Tag tun müssen, ist, den nötigen Feinschliff Ihres Aufgabengebietes vorzunehmen. Dazu müssen Sie herausbekommen, welche Erwartungen

  • Ihr Vorgesetzter,
  • Ihr Team bzw. Ihre Kollegen in der Abteilung
  • und auch das Unternehmen an Sie stellen.

 

Diese Erwartungen werden manches Mal übereinstimmen, in vielen Fällen jedoch im Widerspruch zueinander stehen. So möchte beispielsweise Ihr Vorgesetzter, dass Sie eine bestimmte Aufgabe zügig erledigen, während Ihr Kollege, der Ihnen bei dieser Aufgabe zuarbeitet, ständig mahnt „Nicht so schnell, der Chef will jetzt bei Ihnen – als Neueinsteiger - nur besonderen Druck ausüben.“

Sie geraten so schnell in einen Zwiespalt, wenn Sie die einzelnen Erwartungen nicht abgleichen und entsprechende Prioritäten setzen. Hierbei hilft Ihnen auch unser Fragebogen Erwartungen erfüllen weiter.

 

Fragen kostet nichts

Sind Sie weiterhin unsicher, sollte Sie bei unbedingt Ihrem Vorgesetzten nachfragen. Als Ihre Führungskraft ist es seine Aufgabe, Klarheit über die Aufgaben, die Sie zu erledigen haben, zu schaffen. Sollte seine Auskunft ungenau sein, bitten Sie um konkrete Angaben, was Zeit, Arbeitsschritte und vor allem auch die Ausführung der Aufgabe betrifft.

Keine Angst, dies wird keinen negativen Eindruck auf Ihre Fähigkeiten oder Ihr Verständnis werfen. Beharrliches Nachfragen zeigt eher, dass Sie sich für Ihren Job und Ihre Aufgaben engagieren und die Erwartungen erfüllen möchten.

Beherzigen Sie die alte Regel: Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten!

 

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