Gehaltsverhandlung: „Es gibt keine Gehaltserhöhung“ geschickt parieren

2. Dezember 2014

Gehaltserhöhung verhandeln – und der Vorgesetzte blockt ab

Gehaltsverhandlungen mit dem Chef sollten gründlich vorbereitet werden. Um das Gehaltsgespräch vorzubereiten, gehen Sie Schritt für Schritt vor:

  1. Listen Sie alle Gründe, die für eine Gehaltserhöhung sprechen, auf.
  2. Überlegen Sie sich stichhaltige, überzeugende Argumente für die Gehaltsverhandlung und eine Gehaltserhöhung, die auf den analysierten Gründen basieren.
  3. Überlegen Sie sich, wie hoch die Gehaltserhöhung sein soll und/oder welche Fringe Benefits Sie akzeptieren würden.
  4. Überlegen Sie sich unbedingt, wie Sie typische Einwände Ihres Vorgesetzten im Gespräch entkräften können.

 

Denn oftmals scheitert die Gehaltsverhandlung gerade am letzten Punkt. Die folgenden drei Beispiele verraten Ihnen, wie Sie auf ein „Nein“ Ihres Vorgesetzten geschickt reagieren können.

 

So parieren Sie geschickt ein "Nein" bei der Gehaltsverhandlung

 

Gehaltsverhandlung: 3 Tipps, wie Sie typische „Neins“ abwehren

 

Reaktion des Vorgesetzten: Zeit schinden

„Bevor wir darüber sprechen, Ihr Gehalt zu erhöhen, möchte ich zuerst noch anderes mit Ihnen besprechen. Außerdem kann ich dies nicht alleine entscheiden. Ich werde aber versuchen, im nächsten Meeting mit der Geschäftsleitung eine Klärung zu erzielen.“

 

Tipps für Ihre Reaktion:

  • Machen Sie sich bewusst, welche Haken Ihr Vorgesetzter schlägt – er will Zeit schinden, indem er über anderes sprechen will und die Entscheidung nach oben verlagert.
  • Verlassen Sie das Gehaltsgespräch nicht ohne einen fest zugesagten Termin, an dem die Entscheidung getroffen wird.
  • Antworten Sie „Gerne können wir zuerst über andere Dinge besprechen. Dadurch verlieren wir ja meine Gehaltserhöhung nicht aus den Augen. Wir können dann im Anschluss klären, wann Sie eine Entscheidung treffen können. Und vor allem, wann kann ich mit Ihrer Antwort rechnen?“



  

Reaktion des Vorgesetzten: Wegloben

„Ich habe Sie immer als einen kostenbewusst denkenden Menschen eingeschätzt. So kann ich gar nicht verstehen, dass Sie ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt den Wunsch nach einer Gehaltserhöhung äußern.“

 

Tipps für Ihre Reaktion:

  • Lassen Sie sich durch das Lob (kostenbewusst denkend) mit dem anschließenden Vorwurf (ausgerechnet Sie zu diesem Zeitpunkt) nicht einlullen.
  • Fühlen Sie sich nicht schuldig. Ihr Anspruch ist gerechtfertigt.
  • Antworten Sie „Gerade weil ich kostenbewusst denke, sehe ich doch, welche Kosten durch meine Effizienz und mein Engagement eingespart werden, als auch welche Gewinne durch meine hervorragende Arbeit erzielt werden. Eine Gehaltserhöhung würde diese Fakten nur spiegeln.“

 

Reaktion des Vorgesetzten: Scheinalternativen anbieten

„Die Gehaltserhöhung, die ich Ihnen anbiete, sollten Sie entweder annehmen oder ablehnen. Weitere Alternativen gibt es nicht“.

 

Tipps für Ihre Reaktion:

  • Tappen Sie nicht in die „entweder-oder“-Falle. Es gibt immer Alternativen.
  • Beginnen Sie den Vorschlag zu hinterfragen, um so weitere Möglichkeiten zu eruieren und vorzuschlagen.
  • Antworten Sie „Ich sehe noch andere Möglichkeiten, als die, mich jetzt dafür oder dagegen zu entscheiden. Da wären noch folgende Optionen…“

 

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