Typische Fragen beim Vorstellungsgespräch: 7 Fragen, die Sie beherrschen sollten

20. März 2012

Vorstellungsgespräch: Fragen, auf die Sie unbedingt eine kompetente Antwort wissen sollten

Unabhängig davon, in welcher Branche und für welche Stelle Sie sich beworben haben, werden Sie im Vorstellungsgespräch mit Standardfragen konfrontiert werden. Ziel und Zweck dieser Fragen sind vielseitig.

 

Fragen im Vorstellungsgespräch

Der Personaler – also der Personalentscheider – will

  • Sie und Ihre Qualifikation dadurch besser kennenlernen.
  • ausreichend Informationen über Sie als Bewerber für die freie Stelle sammeln, um sich anschließend besser entscheiden zu können.
  • so prüfen, ob Sie auch zum Unternehmen passen.
  • feststellen, wie Sie sich präsentieren und verkaufen.
  • sicherstellen, dass Sie als Person und als potenzieller Mitarbeiter wirklich für die neue Position geeignet sind.

 

Deshalb wird er Ihnen viele, viele Fragen stellen. Und deshalb sollten Sie sich mit den typischsten Fragen unbedingt auseinandersetzen, um durch Ihre Antworten im späteren Vorstellungsgespräch punkten zu können.

 

7 typische Fragen im Vorstellungsgespräch

 

Frage Nr. 1: „Warum möchten Sie sich verändern?“

Antworten Sie strategisch klug. Denn die Gründe, die Sie jetzt nennen, könnten auch Gründe sein, warum Sie den neuen Arbeitgeber einmal verlassen könnten. Ebenso wenig sollten Sie negativ über Ihren Vorgesetzten, Ihre Kollegen oder das Betriebsklima sprechen, da Ihr Gesprächspartner daraus folgern könnte, Sie würden auch einmal über ihn und sein Unternehmen so reden. Sprechen Sie besser von Ihren langfristigen oder beruflichen neuen Zielen.

„Langfristig möchte ich in meiner Position mehr Verantwortung übernehmen können, umso meine Qualifikation und mein Wissen voll einbringen zu können. Die von Ihnen zu besetzende Stelle bietet diese Möglichkeit.“

 

Frage Nr. 2: „Was hat Ihnen an Ihrem letzten Job besonders gut gefallen?“

Ihre Antwort zeigt auf, worauf Sie bei Ihrer Arbeit Wert legen. Seien Sie deshalb unbedingt ehrlich, d.h. heben Sie nicht etwas hervor, wodurch Sie meinen, beim Gesprächspartner punkten zu können. Teilen Sie präzise mit, was für Sie wichtig ist.

„Bei meiner Arbeit hatte ich sehr viel direkten Kundenkontakt, sowohl am Telefon, als auch im persönlichen Gespräch. Immer wieder konnte ich mich so auf neue Menschen und deren Bedürfnisse einstellen, um die bestmögliche Schnittstelle zwischen deren Beschwerden und dem Unternehmen herstellen zu können. Dabei war es vorteilhaft, dass ich über einen recht hohen Entscheidungsspielraum verfügte, so dass ich eigenverantwortlich mit den Kunden eine Lösung finden konnte.“

 

Frage Nr. 3: „Was sind Ihre besonderen Stärken?“

Schildern Sie hier zwei oder drei Kernkompetenzen, die Sie am besten durch die Schilderung einer kleinen Situation in Ihrem Arbeitsalltag untermauern.

„Meine ganz besondere Stärke liegt darin, dass ich recht schnell erkenne, worauf es ankommt – und zwar in den unterschiedlichsten Situationen. Ob nun der Kunde etwas reklamiert oder im Team ein Konflikt entstanden ist, immer wieder gelingt es mir, den Blick auf das Wesentliche zu lenken und so schnell eine Lösung herbeizuführen. Von Vorteil hierbei ist, dass mich so schnell nichts aus der Ruhe bringt und ich auch in stressigen Situationen voll belastbar bin.“



 

Frage Nr. 4: „Was sind Ihre besonderen Schwächen?“

Gestehen Sie ruhig eine Schwäche ein. Aber mit Bedacht, d.h. wählen Sie jetzt eine Schwäche, die nicht zum zentralen Bezug zu dem Anforderungsprofil steht. Ansonsten schießen Sie nämlich ein Eigentor.

„Mir geht es manches Mal einfach nicht schnell genug. Da ich selbst stets mit einem hohen Tempo meine Arbeit verrichte, erwarte ich dies auch von meinen Teamkollegen. Ich brauche dann erst einen Moment, bis ich erkenne und akzeptiere, dass jeder in seinem Arbeitsrhythmus arbeiten muss, um eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu garantieren.“

 

Frage Nr. 5: „Wo möchten Sie beruflich in fünf Jahren stehen?“

Mit dieser Frage will der Personaler erfahren, wie Sie sich Ihre Karriere vorstellen und welche Erwartungen Sie an die neue Position und das Unternehmen stellen. Legen Sie Ihre beruflichen Ziele offen, indem Sie sogleich an die neue Arbeitsstelle anknüpfen.

„Innerhalb meiner Karriereplanung habe ich mir selbstverständlich Ziele für die nächsten Jahre gestellt, bei denen ich längerfristig vor allem neben einer kontinuierlichen Weiterentwicklung meiner Qualifikationen, auch gerne eine Änderung meines Beschäftigungsradius anstrebe. Falls es zu einem positiven Entscheid kommt, fände ich einen Auslandseinsatz bei einem Ihrer Tochterunternehmen reizvoll. Frankreich fände ich besonders interessant, weil ich mich seit meinem Studium mit Frankreich befasse und die Mentalität, als auch die Sprache sehr gut kenne.“

 

Frage Nr. 6: „Was heißt für Sie Erfolg?“

Geben Sie hier zu verstehen, dass für Sie Erfolg eine Bestätigung Ihrer Leistung ist, sich Ihre berufliche Zufriedenheit jedoch darauf gründet, Ihre Arbeit bestmöglich zu machen.

„Erfolgreich zu sein, kann ich nur als ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren sehen. Zum einen die Tatsache, dass ich meine Aufgaben bestmöglich verrichte und so gute Ergebnisse erziele. Zum zweiten, dass ich mich auf hohem Niveau engagiere. Und zum dritten, dass ich sehe, wie durch Optimierungen, die wir gemeinsam gestemmt haben, etwas verbessert wurde.“

 

Frage Nr. 7: „Warum sollten wir uns ausgerechnet für Sie entscheiden?“

Mit dieser Frage werden Sie selbstverständlich erst am Ende des Vorstellungsgespräches konfrontiert. Ein taktischer Zug des Gesprächspartners, da er es Ihnen nun überträgt, ein Resümee zu ziehen. Gleichzeitig testet er damit aber auch Ihr Selbstvertrauen und Ihr Selbstbewusstsein. Fassen Sie Ihre wesentlichen Pluspunkte zusammen. Teilen Sie stichwortartig Ihre passgenauen Qualifikationen mit. Unterstreichen Sie auch Ihre Motivation.

„Nach unserem Gespräch bin ich der Überzeugung, dass mein Profil sehr gut zu der Position und den damit verbundenen Aufgaben passt. Meine Ausbildung, mein beruflicher Werdegang und meine beruflichen Erfahrungen stimmen. Außerdem zeigen meine Erfahrungen als Projektleiter und mein Einsatz als Gruppenführer beim FGJ-Verein, dass ich Führungsqualitäten habe, die ich auf dieser Arbeitsstelle zum Einsatz bringen würde. Zwar kenne ich meine Mitbewerber nicht, doch ich weiß, dass Sie in mir einen engagierten, loyalen Mitarbeiter finden.“

 

Eine wundervolle Idee von Dr. Bernd Slaghuis: Schreiben Sie ganz persönliche Weihnachtsgrüße - an sich selbst und sagen Sie "Danke, dass es Dich gibt!" mehr
So manche der häufigen Fragen beim Vorstellungsgespräch zielen darauf ab, Sie zu testen. Deshalb denken Sie bei ungewöhnlichen Fragen einmal um die Ecke. mehr
Ohne an sich selbst zu glauben, kann niemand etwas Großes bewirken. Selbstvertrauen und das Wissen um das eigene Potenzial sind Voraussetzung für Erfolg. Hilfreiche Anregungen für mehr Selbstvertrauen von Antje Heimsoeth. mehr
Frage trifft Antwort! Die Projektmanagement-Expertin Bianca Fuhrmann beantwortet Ihre Fragen zu Projektalltag und Projektkrise mehr
Wie es Ihnen gelingt, den täglichen Anforderungen als Führungskraft mit Optimismus, Klarheit, Offenheit, Dankbarkeit, Mut, Herz und Vertrauen zu begegnen, verrät Ihnen Antje Heimsoeth. mehr