Betriebshaftpflichtversicherung: Branchenunterschiede

28. Oktober 2016

Jeder Unternehmer sollte sich bereits vor der Gründung seines Betriebes überlegen, welche Versicherungen für ihn in Frage kommen. Auf diese Weise lassen sich finanzielle Einbußen bei rechtlichen Auseinandersetzungen und Forderungen Dritter vermeiden.

 

Darauf sollten Sie bei der Betriebshaftpflichtversicherung achten
©iStock.com/shironosov

 

Darauf ist bei der Gründung eines Unternehmens zu achten

Für viele Berufsgruppen stellt das eigene Unternehmen ein lang ersehntes Ziel dar. Immerhin gewährt einem der eigene Betrieb ein hohes Maß an Freiheit - dies gilt sowohl für die Qualität der Arbeit als auch für die Gestaltung des Alltages. Allerdings ist eine das Betreiben einer eigenen Firma auch mit viel Verantwortung verbunden. Denn für alle Mängel und Schäden, die beim Ausüben der Tätigkeit passieren, ist der Geschäftsführer ab sofort selbst verantwortlich. Stellen die Kunden nun hohe Schadensersatzforderungen, ist die eigene Existenz schnell bedroht. Aus diesem Grund sollte sich die betreffende Person vor der Betriebseröffnung eingehend mit dem Thema Versicherungen auseinandersetzen.



Deshalb ist die Betriebshaftpflichtversicherung zu empfehlen

Die Betriebshaftpflichtversicherung (BHV) deckt sämtliche Risiken von Gewerbetreibenden, Freiberuflern und industriellen Unternehmen, die sich durch die Ausübung der jeweiligen Tätigkeit ergeben, ab. Prinzipiell schützt diese Art der Absicherung den Firmeninhaber vor gesetzlichen Ansprüchen Dritter auf Schadensersatzzahlungen. Generell prüft der Versicherungsschutz dabei auch, ob diese Forderungen begründet sind und wehrt diese gegebenenfalls ab. Aus diesem Grund stellt die Betriebshaftpflichtversicherung gleichermaßen eine passive Rechtsschutzversicherung dar. Neben dem Einzelunternehmer sind des Weiteren alle Führungskräfte und Mitarbeiter des jeweiligen Betriebes versichert. Auf diese Weise wird gleichzeitig dem arbeitsrechtlichen Freistellungsanspruch der Angestellten Rechnung getragen.

 

So werden Beiträge und Auszahlungen abgerechnet

Mittlerweile bieten etliche Institute die Betriebshaftpflichtversicherung mit Beiträgen unterschiedlicher Höhe an. Generell steigt die Versicherungssumme jedoch mit der Zahl der versicherten Risiken. Dabei ist es besonders wichtig, den jeweiligen Beitrag hoch genug anzusetzen. Nur so ist dafür gesorgt, dass die abgesicherten Schäden im Ernstfall gedeckt sind. Die Summe des Versicherungsbetrages hängt natürlich ebenso von der Größe des Betriebes ab. Generell fällt diese umso höher aus, je mehr Mitarbeiter in der jeweiligen Firma beschäftigt sind.

 

Diese Unterschiede bestehen zwischen den Branchen

Für etliche Berufe stellt der Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung die Voraussetzung für eine Zulassung des Gewerbes dar. Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um Tätigkeiten, die einer besonders hohen Verantwortung bedürfen. Vor allem Architekten, freiberuflich tätige Medizinern, Bauingenieuren, Rechtsanwälten und Wirtschaftsprüfern wird jene Art der Absicherung verpflichtend vorgeschrieben. In diesem Kontext ist anzumerken, dass die Versicherungssumme an die jeweilige Branche angeglichen werden muss. Mittlerweile gibt es auch verschiedene Ausprägungen der BHV. Dies gilt vor allem für den industriellen Bereich - hierbei wird zwischen folgenden Versicherungsarten unterschieden:

  • Gewerbe- und Industriehaftpflichten
  • Umwelthaftpflicht
  • Produkthaftpflicht
  • Managerhaftpflicht


Diese Arten der Versicherungen kommen dann zum Tragen, wenn die Leistung einer konventionellen Betriebshaftpflichtversicherung für einen adäquaten Schutz nicht mehr ausreichen. Dies gilt unter anderem für Produkte, welche nicht nur direkte, sondern auch Vermögensschäden verursachen können. Dies ist für die meisten Industriebetriebe relevant.

 

Auf diese Weise profitieren Geschäftsführer von einem Versicherungsvergleich

Auf den ersten Blick ist nicht immer eindeutig, welcher Tarif dem Unternehmen die meisten Vorteile bietet. Auf keinen Fall dürfen die Beitragskosten der Versicherung das alleinige Entscheidungskriterium darstellen. Wenn die Kosten zu gering ausfallen, kann es nämlich passieren, dass die Deckungssumme nicht ausreichend hoch angesetzt und der Versicherungsnehmer beim Auftreten eines Schadens somit nicht abgesichert ist. Aus diesem Grund muss stets die Leistung der jeweiligen Betriebshaftpflichtversicherung im Auge behalten werden. Portale für den Vergleich privater Krankenkassen wie beispielsweise www.finanzvergleich100.de unterstützen Sie dabei. Diesbezüglich sollten Interessenten des Weiteren darauf achten, dass das Angebot der Versicherung auf die persönlichen Voraussetzungen - hierzu zählen unter anderem die Branche sowie die Größe des Kundenstamms - zugeschnitten ist.

 

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist ein Muss. Doch wie so oft stecken die Tücken im Detail. Lesen Sie hier, auf welche Klauseln Sie besonders achten sollten. mehr
Zu den wichtigsten Versicherungen zählen die Haftpflichtversicherung und die Berufsunfähigkeitsversicherung. Auf diese Punkte sollten Sie achten, wenn Sie eine solche Versicherung abschließen wollen. mehr
Sie möchten sich selbstständig machen und planen gerade Ihre Existenzgründung? Dann sollten Sie diese wichtigen Versicherungen nicht unbeachtet lassen. mehr
Wollen Sie sich selbstständig machen, müssen Sie liquide sein. Machen Sie sich deshalb mit den 5 goldenen Finanzierungsregeln vertraut, um auf keine finanziellen Schwierigkeiten zu stoßen. mehr
Zur Einschulung stellen sich viele Eltern die Frage, welche Versicherungen für ihren Erstklässler nötig und sinnvoll sind. Hier finden Sie die wichtigsten Informationen zum Thema Versicherungsschutz für Schulanfänger. mehr