Der Mythos des vereinsamten Freiberuflers

30. Oktober 2014

Raus aus dem Hamsterkäfig, rein in die Selbstständigkeit - noch nie gab es in Deutschland so viele Freiberufler wie in den letzten beiden Jahren. Allein 2013 arbeiteten bereits 1,23 Millionen Menschen freiberuflich, Tendenz steigend.

 

Zwei junge Männer arbeiten mit dem Tablet© Eugenio Marongiu 

 

Die Top drei Motivationsfaktoren für den Schritt in die Selbstständigkeit:

  1. Flexibilität
  2. Selbstverwirklichung
  3. Abwechslung

 

Tatsächlich wagen aber auch viele den Schritt aus der Not heraus. Sind nach dem Studium keine Jobs in Reichweite, nehmen viele das berufliche Schicksal in die eigene Hand. Obwohl die selbstbestimmende Arbeit meist auch mit beruflichem Druck, Existenzsorgen und Verlust von Freizeit verbunden ist, bereuen die wenigsten ihren Jobwechsel.

 

Viele hochqualifizierte Arbeitskräfte möchten nicht mehr von einem Arbeitgeber abhängig sein, denn Jobsicherheit auf Lebenszeit gehört der Vergangenheit an. Im Gegensatz zu Festangestellten bekommen Freiberufler die Schwankungen der wirtschaftlichen Konjunktur ohne Vorwarnung zu spüren.

 

Um sich auch in unsicheren Zeiten zu bewähren, müssen sie konsequent Networking in eigener Sache betreiben. Längst können sie nicht mehr als Einzelgänger im stillen Kämmerlein hocken. Heute sind erfahrene Networker ständig auf der Jagd nach neuen Ideen und Kontakten.



 

Coworking als Kontakte-Pool

Um immer auf dem neusten Stand zu sein, nutzen viele Freiberufler die Möglichkeit, mit anderen Gleichgesinnten in Coworking Spaces zu arbeiten. Ähnlich einer Wohngemeinschaft, teilt die Community mehr als nur den Arbeitsplatz. Der Charme des neuen Arbeitsmodells lässt sich leicht zusammenfassen: „So echte, vertrauenswürdige Kontakte findet man sonst fast nirgendwo und es passiert ganz schnell, dass man Auftraggeber vom Nebenmann wird oder gemeinsam mit dem Coworker, der immer an den Hochtischen arbeitet, ein neues Projekt startet“, erklärt Franka Wittek vom Coworking Space Nürnberg in einem Interview. Neben freundlichen Kollegen, steht auch der „Space“ an sich im Mittelpunkt. Es werden hier nicht nur Ideen ausgetauscht sondern auch Arbeitsplatz und Besprechungsräume geteilt. Neuerdings sogar die Kinderbetreuung. Dabei profitieren vor allem die berufstätigen Eltern vom gemeinschaftlichen Zusammenhalt. Jeder zehnte Coworking Space erlaubt es, Kinder ins Büro mitzunehmen, die wenigsten bieten allerdings eine umfassende Kinderbetreuung an.

 

Alle Jahre wieder

Ob im Coworking Space, mit Kind oder ohne, was alle Freiberufler vereint: die jährliche Steuererklärung. Die Coworker profitieren vom innovativen Modell: Externe Büros sind für Freiberufler steuerlich absetzbar. Miete und Nebenkosten werden zu den Betriebsausgaben gezählt und mindern die Steuerlast. Täglich anfallende Kosten für Büromaterial lassen sich durch einen kleinen Trick minimieren: Einfach Kassenzettel und Quittungen aufheben, dann lässt sich vieles von der Steuer absetzten. Wer zusätzlich sparen und trotzdem nicht auf hochwertigen Bürobedarf verzichten möchte, sollte sich nach einem Lieferant umschauen, der primär kleine Unternehmen und Freiberufler beliefert.

 

Bürobedarf-Sparfüchse finden unter blog.viking.de weiterführende Informationen, die unentschlossenen Freiberuflern die Arbeit in den eigenständigen Büros schmackhaft machen und Tipps beinhalten, wie die Kosten ein für alle Mal gedeckt werden können. Wer sich vom geschriebenen Wort nicht vollständig überzeugen lässt, der kann sich einfach durch ein Video von der Coworker-Euphorie anstecken lassen:

 

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