Ideales Raumklima und hoher Komfort am Arbeitsplatz

24. März 2014

Wohlfühlklima im Büro

Der Mensch verbringt einen großen Teil seiner Zeit auf der Arbeit in seinem Büro. Diesen Raum teilt er sich in den meisten Fällen mit einigen Kollegen - bei unter zehn Personen wird dies als Kleinraum- beziehungsweise Gruppenbüro bezeichnet, bei über zehn Personen beginnt das Großraumbüro.

 

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Jeden Tag mit einigen anderen Menschen zusammen in einem Raum zu arbeiten, kann sich positiv auf die eigene Effizienz auswirken: Absprachen sind schnell möglich und die Vertretung untereinander ist einfach durchzuführen. Aber es gibt auch Nachteile: Die Konzentration kann stark nachlassen, wenn sich die anderen Mitarbeiter unterhalten oder jemand ein lautes Telefonat führt.

 

Menschen besitzen ein individuelles Wärmebedürfnis - wenn es dem einen zu warm ist, kann es dem anderen noch zu kalt sein oder anders herum. Ein gutes Raumklima und Ruhe sind aber essentiell, um effektiv arbeiten zu können.

 

Die folgende Anleitung stellt dar, mit welchen Möglichkeiten ein gutes Raumklima auch im Großraumbüro zu erreichen ist und wie sich der Komfort am eigenen Arbeitsplatz erhöhen lässt, damit die Konzentration lange erhalten bleibt.

 

1. Die richtige Lufttemperatur im Büro

Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Wärmebedürfnis. Es gibt aber dennoch eine Wohlfühltemperatur, anhand derer eine Orientierung für das Büro sehr gut möglich ist. Diese wird, je nach Tätigkeit, anders angesetzt. Bei leichter körperlicher Belastung sollte die Raumtemperatur mindestens bei 20° C liegen. Unter diese Definition fallen laut der diesbezüglich einschlägigen Arbeitssicherheitsrichtlinie (ASR A3.5) alle Tätigkeiten, die vorwiegend im Sitzen und gelegentlich im Stehen ausgeführt werden. 

 

Dies ist der amtliche Richtwert für die Wohlfühltemperatur im Büro. Damit dieser eingehalten wird, sollte am Besten an der Heizung ein Thermostat angebracht werden, welches die Temperatur bei entsprechender Einstellung automatisch auf 20° C hält. Darüber hinaus wird so Heizenergie gespart, da sich die Heizung bei Erreichen der Temperatur ausstellt und erst dann wieder zu heizen beginnt, wenn der Raum auskühlt. Ist die Anbringung eines solches Thermostats keine Option, löst ein Innenthermometer das Problem der Temperatur.

 



2. Richtig Lüften

Lüften ist ebenfalls ein spannungsbeladenes Thema. Die einen finden es gerade kuschelig warm, während andere von der abgestandenen Raumluft schon fast Kopfschmerzen bekommen. Die Wohlfühltemperatur hilft bei diesem Problem nicht, da ein Raum regelmäßig zu lüften ist, damit die Konzentration nicht beeinträchtigt wird.

Auch für die Lüftung gibt es eine rechtliche Vorgabe - die ASR A3.6. Der technische Standard lautet hier DIN EN 13779 (2007-09). 

 

Hier eine Anleitung zur Luftmengenermittlung

Anhand des Raumvolumens (VR) und der Luftwechselrate pro Stunde (LWR/h) wird die Luftmenge ermittelt, die in einer Stunde komplett ausgetauscht werden muss. Die Luftwechselrate ist in einer Tabelle festgelegt - für Büroräume ist sie je nach Anzahl der Personen bei 4 bis 8.

 

Rechenbeispiel:

Bei einem 250 m³ großen Büro mit zehn Arbeitsplätzen liegt die Luftwechselrate bei 5. Die Formel für die Luftmengenermittlung lautet daher:

V = 250m³ (VR) x 5/h (LWR/h). Daraus ergibt sich V=1250m³/h;

 

Soviel Raumluft muss in einer Stunde komplett ausgetauscht werden, damit das Gefühl von frischer Luft im Großraumbüro erhalten bleibt. Dies funktioniert am besten durch Stoßlüften.

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Um den Luftaustausch noch effektiver zu gestalten, gibt es außerdem die Möglichkeit, Ventilatoren anzubringen. So bietet beispielsweise Creoven Lösungen an, die genau auf die berechnete Luftmenge angepasst sind. Dadurch ist es möglich, im Großraumbüro immer frische Luft zu haben, ohne den Raum durch zu langes Lüften auskühlen zu lassen.

 

3. Die Luftfeuchtigkeit im Blick behalten

Zu trockene Raumluft führt zu unerwünschten Begleiterscheinungen - beispielsweise juckende Augen oder ein Kratzen im Hals. Besonders im Winter ist es schwierig, die richtige Luftfeuchtigkeit zu erhalten, da diese durch die Heizung austrocknet.


Ein Zeichen für zu trockene Raumluft sind elektrostatische Aufladungen und daraus resultierende elektrische Schläge. Im besten Fall sollte die Luftfeuchtigkeit im Raum bei etwa 50% liegen. Um dies zu erreichen, gibt es die Möglichkeit, Schälchen mit Wasser auf die Heizung zu stellen. Dadurch lässt es sich aber nicht genau regeln, wie viel Prozent die Luftfeuchtigkeit tatsächlich beträgt. Sie können hier zu technischen Lösungen greifen, solche finden Sie z.B. im Luftbefeuchterdepot. Entsprechende Geräte regulieren die Luftfeuchtigkeit selbst. Einige der Modelle haben außerdem ein Filtersystem, wodurch Staub und andere Unreinheiten aus der Luft aufgefangen werden. Dadurch herrscht im Großraumbüro immer das richtige Raumklima. 

 

4. Für die richtige Helligkeit sorgen

Vor allem bei der Bildschirmarbeit ist es wichtig, für eine ausgeglichene Beleuchtung zu sorgen. Ist der Kontrast zwischen Bildschirm- und Raumhelligkeit zu groß, müssen die Augen ständig dazwischen adaptieren. Dies ermüdet sie und wirkt sich daher negativ auf die Effektiv der Angestellten aus. Ein relativ geringer Kontrast ist am besten; daher sind große Fenster, am besten mit südöstlicher oder südwestlicher Lage sowie helle Wände am besten für ein Büro geeignet.


Die Lage der Fenster ist für das natürliche Tageslicht entscheidend. In den dunkleren Morgen- und Abendstunden ist die Beleuchtung des Raumes so auszurichten, dass eine gleichmäßige und nicht flackernde oder flimmernde Helligkeit herrscht. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Bildschirme vor Direkt- und Reflexblendungen geschützt sind. Jalousien an den Fenstern helfen dabei, dies zu unterstützen.

 

Hier gibt es ebenfalls eine entsprechende Arbeitssicherheitsrichtlinie: die ASR A3.4.

 

5. Schallschutz-Stellwände aufstellen

Besonders in Großraumbüros, in denen viel telefoniert wird, ist es für manche Mitarbeiter schwierig, sich zu konzentrieren. Sie sind ständig einem Geräuschpegel ausgesetzt, der für Ablenkung sorgt. Aus diesem Grund spielt Schallschutz im Büro eine wichtige Rolle.


Um den Geräuschpegel etwas zu dämpfen, bieten sich Schallschutz-Trennwände an. Dies sind Stellwände, die zwischen den einzelnen Arbeitsplätzen aufzustellen sind. Sie reichen in den meisten Fällen nicht bis zu Decke, damit sich die Tischnachbern trotzdem verständigen können. Die Schallwände verschlucken einen Großteil der Geräusche - dadurch können sie nicht mehr durch den Raum reflektiert werden, sodass der allgemeine Lärmpegel sinkt. Dies sorgt für einen größeren Komfort am Arbeitsplatz, da sich viele Menschen bei Lärm nicht gut konzentrieren können. Vor allem beim Telefonieren wird dies ohne die Trennwände problematisch, da die Telefonierenden oft anfangen, lauter zu sprechen, je höher Lärmpegel ist - und ihn damit immer weiter in die Höhe treiben. Mit den Schallschutz-Trennwänden stellt dies aber kein Problem mehr dar. 

 

6. Bewegungsfreiheit beachten

In einem Büro ist es wichtig, dass die Angestellten genug Bewegungsfreiraum haben. Wer sich eingepfercht fühlt, wird in den meisten Fällen keine effektive Arbeit leisten. Es gibt ein paar Grundregeln, die deswegen bei der Arbeitsplatzgestaltung beachtet werden sollten. Laut der im Herbst 2013 neu gefassten ASR A1.2 sollte für einen Arbeitsplatz eine Fläche von acht bis zehn Quadratmetern eingeplant werden. Gehört zur Tätigkeit auch der Empfang von Kunden oder die Mitarbeiterkommunikation, ist die Fläche entsprechend größer zu wählen.


Die Verkehrswege im Büro sollten zu Schränken oder Türen eine Breite von 80 Zentimetern aufweisen, zum eigenen Arbeitsplatz reicht allerdings eine Breite von 60 Zentimetern. Je nach Anzahl der Personen, die diese Wege nutzen müssen, ist die Breite aber höher zu wählen. Neben den Verkehrswegen ist es zudem auch wichtig, dass der Angestellte direkt an seinem Platz genug Bewegungsfreiraum hat. Damit ein ungehindertes Zurückrollen mit dem Stuhl möglich ist, sollte diese Fläche beispielsweise an keiner Stelle weniger tief sein als einen Meter. Dadurch entsteht kein Gefühl von Enge. Die Mitarbeiter arbeiten außerdem effektiver, weil sie sich an ihrem Arbeitsplatz wohl fühlen; die richtige Gestaltung der Büroräume ist daher auch eine Frage der Mitarbeitermotivation. 

 

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