Berufsunfähigkeits-Versicherung: Auf diese Klauseln sollten Sie achten!

16. Juni 2015

Auf welche Klauseln ist bei der Berufsunfähigkeitsversicherung zu achten?

Die Berufsunfähigkeit ist das größte Risiko für Arbeitnehmer und Selbstständige. Denn wenn Berufstätige nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen können, fällt das wichtigste Haushaltseinkommen weg.

Mann im Rollstuhl

Experten sind sich daher einig: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist ein Muss. Doch wie so oft stecken die Tücken im Detail. Lesen Sie hier, auf welche Klauseln Sie besonders achten sollten.

 

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist für Berufstätige die wichtigste Absicherung überhaupt. Anbieter wie Tecis bieten einen Onlinerechner zur ersten Einschätzung der eigenen Versicherungssituation. Dann wird mit dem Berater im persönlichen Gespräch der individuelle Versicherungsschutz überprüft und in der Regel auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung empfohlen. Es lohnt sich, bereits in jungen Jahren einen Vertrag abzuschließen. Zum einen sind die Versicherungen dann günstiger, zum anderen ist das Risiko geringer, dass die Versicherung den Antrag aufgrund von Vorerkrankungen ablehnt.

 

Der Tarif der Berufsunfähigkeitsversicherung richtet sich vor allem nach dem Alter und nach der Berufsgruppe, in der die Versicherten tätig sind. In Berufen mit einem höheren Risiko ist auch die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit teurer, allerdings werden Berufs- und Risikogruppen unterschiedlich definiert. Vergleichen Sie daher Angebote verschiedener Anbieter, und achten Sie nicht nur auf die Höhe des Beitrags, sondern auch auf die Gestaltung des Vertrags.



 

Diese Klauseln schränken unter Umständen im Schadensfall die Leistungen ein

Prüfen Sie, ob die Bedingungen im Vertrag enthalten sind und wie sie formuliert wurden:

  • Abstrakte Verweisung: Die abstrakte Verweisung bedeutet, dass der Versicherer Sie im Krankheitsfall auf eine andere Tätigkeit verweisen kann, unabhängig, ob Sie dort tatsächlich einen Arbeitsplatz finden. Der Begriff muss übrigens nicht so auftauchen, sondern kann auch in einer weicheren Formulierung versteckt sein. Prüfen Sie den Vertragstext genau, eventuell mit fachkundiger Hilfe. 
  • Prognose-Zeitraum (für den Leistungsfall): Ein guter Versicherungsvertrag ermöglicht eine Berufsunfähigkeitsrente, wenn ein Arzt bescheinigt, die Berufsunfähigkeit werde „voraussichtlich sechs Monate“ dauern. Vorsicht bei längeren Zeiträumen, beispielsweise wenn der Versicherer Leistung nur bei einer Berufsunfähigkeit von „voraussichtlich bis zu drei Jahre“ oder „voraussichtlich dauernd“ zusagt.
  • Arztanordnungsklausel: Mit einer sogenannten Arztanordnungsklausel kann der Versicherer vom Versicherten verlangen, einer bestimmten zumutbaren Therapie oder einer ärztlichen Behandlung zuzustimmen, oder vorschreiben, welchen Arzt der Versicherte aufsuchen muss.

 

Diese Klauseln können Sie positiv bewerten 

  • Der Versicherungsanbieter verzichtet auf willkürliche Beitragserhöhungen. 
  • Der Versicherer bietet eine Nachversicherungsgarantie an. Dann können Sie die Versicherungssumme und die Beiträge erhöhen, wenn Sie beispielsweise eine Familie gründen oder befördert werden, und zwar ohne zusätzliche Gesundheitsprüfung. 
  • Rückwirkende Rentenzahlung: Die Versicherung zahlt die Berufsunfähigkeitsrente für die Prüf-Monate vom Antrag bis zur tatsächlichen Entscheidung nach.

 

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